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Commerzbank führt negative Zinsen für Geschäftskonten ein

Archivmeldung vom 20.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Zentrale: Commerzbank. Bild: Julia Schwager/Commerzbank
Zentrale: Commerzbank. Bild: Julia Schwager/Commerzbank

Die Commerzbank wird die negativen Einlagezinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) voraussichtlich schon ab Dezember an große Unternehmenskunden weiterreichen und ihnen eine Gebühr für hohe Guthaben berechnen. Bei "einzelnen großen Firmenkunden mit hohen Guthaben sowie bei Großkonzernen und institutionellen Anlegern" behalte es sich die Bank vor, eine "Guthabengebühr" zu berechnen, bestätigte die Commerzbank dem Wall Street Journal Deutschland entsprechende Informationen. Damit will die Bank dafür sorgen, dass die Unternehmen nicht zu viel Geld auf ihren Konten bunkern. Grund für diesen Schritt seien die negativen Einlagezinsen der EZB.

Die Commerzbank wolle die Höhe der Gebühr mit den betroffenen Kunden individuell aushandeln. "Grundsätzlich" seien Privatkunden sowie Geschäfts- und mittelständische Firmenkunden nicht betroffen, teilte die Commerzbank mit.

Deutschlands zweitgrößtes Kreditinstitut ist damit das erste große Kredithaus der Eurozone, das diesen Schritt geht und direkte Strafzinsen für hohe Guthaben ankündigt. Bislang haben nur US-Banken wie die Bank of New York Mellon, Goldman Sachs und J.P. Morgan Chase sowie die Schweizerische Credit Suisse und die britische HSBC einigen Kunden angekündigt, für hohe Einlagen in Euro Gebühren zu verlangen.

In Deutschland verlangt bisher nur die vergleichsweise kleine Skatbank seit dem 1. November einen Negativzinssatz von 0,25 Prozent für Guthaben auf Tagesgeldkonten in Höhe von mehr als 500.000 Euro sowie für Girokonten, auf denen mehr als zwei Millionen Euro liegen. Bei der Bank aus Thüringen, die Teil der genossenschaftlichen VR-Bank Altenburger Land ist, sind zwar prinzipiell Privat- und Geschäftskunden betroffen. Die Summen, ab denen die Negativzinsen gelten, sind jedoch vor allem für Geschäftskunden typisch.

Link zum Artikel: http://www.wsj.de/nachrichten/SB10474751865245904227504580286850184748546

Quelle: Wall Street Journal Deutschland

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