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Freenet-Chef erwartet stärkeren Wettbewerb um Datenvolumen

Archivmeldung vom 22.06.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.06.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Der Vorstandsvorsitzende des Telekommunikationsunternehmens Freenet, Christoph Vilanek, erwartet bei Mobilfunkverträgen einen stärken Wettbewerb beim Datenvolumen. "Ich könnte mir schon vorstellen, dass Tarife mit unlimitiertem Volumen noch etwas günstiger werden", sagte Vilanek den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

"Einen Euro für einen Gigabyte finde ich fair", so der Freenet-Chef. Mit Verträgen mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G rechnet Vilanek nicht in naher Zukunft. "Wir sind in der Schweiz an Sunrise beteiligt, die dort den schnellsten und größten 5G-Ausbau vorantreiben. Dort erleben wir die Marktrealität. 5G braucht aktuell noch kein Endverbraucher - interessant sind heute lediglich Industrie- oder Verkehrsanwendungen", so Vilanek.

5G werde auch noch nicht nachgefragt: "Der aktuelle Standard LTE reicht aus, um auf 30 iPhones parallel einen HD-Stream zu gucken. Wofür brauche ich da 5G?" Zuversichtlich zeigte sich Vilanek im Hinblick auf die Krisen-Entwicklung bei der Beteiligung Ceconomy. Freenet übernahm 2018 neun Prozent des Mediamarkt-Saturn-Mutterkonzerns, der in der Coronakrise einen 1,7 Milliarden Euro KfW-Kredit erhielt, Vilanek gehört dem Ceconomy-Aufsichtsrat an. "In der Krise überleben tendenziell die Großen besser als die Kleinen. Am Ende wird Mediamarkt-Saturn nicht nur überleben, sondern gestärkt aus der Krise hervorgehen", sagte Vilanek. Er geht davon aus, dass die beantragte Staatshilfe von 1,7 Milliarden Euro "vermutlich in der vollen Höhe nie abgerufen werden". Für Freenet sei Ceconomy der strategisch wichtigste Kanal, um Neukunden zu gewinnen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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