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Krabbenfischer in Not

Archivmeldung vom 28.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Krabbenkutter Ivonne aus Pellworm beim Fischen
Krabbenkutter Ivonne aus Pellworm beim Fischen

Von Der ursprünglich hochladende Benutzer war Jom in der Wikipedia auf Deutsch - Joachim Müllerchen, CC BY-SA 2.0 de, Link

Durch zu niedrige Erzeugerpreise und geringe Fangmengen sind die Krabbenfischer in Not geraten. Aufgrund der vermeintlichen Überkapazitaten im letzten Jahr (2018), gestaltet sich das Jahr 2019 von Anfang an schwierig.

Niedrige Erzeugerpreise, sowie vom Handel auferlegte Fangquoten, machen es den Fischern unmöglich wirtschaftlich zu arbeiten. Wie schon bekannt, kamen zusätzlich zwei Fangstopps von jeweils drei Wochen hinzu. Selbst nach den Fangstopps und der immer noch anhaltenden Fangquote, hat sich die Marktlage noch nicht wieder entspannt. Die Fangquote ist zwar etwas gestiegen, aber die Erzeugerpreise sind nach wie vor zu niedrig.

Inzwischen hat sich die Lage bei den Fischern soweit verschärft, dass die ersten Betriebe an den Rand der Insolvenz getrieben werden. Der Handel weiß um diese Problematik, ist aber nicht gewillt etwas an den Erzeugerpreisen zu ändern. Zwar räumt der Handel den Fischern ein, mehr Krabben zu fangen - allerdings ist dies zu der jetzigen Jahreszeit nicht mehr möglich, da sich die Saison für die Krabbenfischer dem Ende zuneigt.

Das Einzige was den Fischern, die ausnahmslos Familienbetriebe sind, noch helfen kann sind deutlich höhere Erzeugerpeise. Dies ist nicht nur ein Problem an der deutschen Küste, sondern auch in den Niederlanden und Dänemark.

Quelle: Krabbenfischer in NOT (ots)

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