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Jetzt steigen die Mieten im Umland schneller

Freigeschaltet am 12.10.2021 um 06:40 durch Sanjo Babić
Refugees welcome (Symbolbild)
Refugees welcome (Symbolbild)

Bild: Oliver Janich / Eigenes Werk

Nachdem die Mietpreise in den Großstädten jahrelang überdurchschnittlich angezogen haben, wird nun vor allem das Umland teurer. "Die Wucht des Mietanstiegs in den Schwarmstädten nimmt ab", heißt es in einer am Montag veröffentlichten Analyse von Empirica. "Im Gegenzug steigen die Mieten im Umland jetzt erheblich stärker - allerdings von weitaus geringerem Niveau."

Das zeige beispielhaft der Drei-Jahres-Vergleich der Städte Köln, Frankfurt, Stuttgart oder München mit ihren jeweiligen Umlandkreisen. Allerdings klettern die Mieten weiterhin nicht so schnell wie die Kaufpreise für Eigentumswohnungen. In den kreisfreien Städten kosteten die neuen Wohnungen im dritten Quartal 2,7 Prozent mehr als im Vorquartal, in den Landkreisen liegt der Anstieg bei +2,6 Prozent. Im Jahresvergleich sind die Preise in den Städten und Landkreisen um 11,7 Prozent gestiegen.

In den letzten zehn Jahren haben sich die inserierten Kaufpreise für neue Eigentumswohnungen deutschlandweit mittlerweile mehr als verdoppelt (+102 Prozent), in den kreisfreien Städten sind sie um 119 Prozent gestiegen und in den Landkreisen um 90 Prozent. Am teuersten sind neue Eigentumswohnungen im Landkreis Miesbach, wo der Quadratmeter mittlerweile 11.188 Euro kostet, vor München mit 10.712 Euro. Direkt dahinter folgen die Landkreise München (8.865 Euro) und Starnberg (8.542 Euro), vor Stuttgart (7.927 Euro) und Garmisch-Partenkirchen (7.882 Euro). Frankfurt (7.830 Euro), Düsseldorf (7.261 Euro), Hamburg (7.059 Euro), Freiburg (6.936 Euro), Potsdam (6.645 Euro) und Berlin (6.598 Euro) sind ebenfalls in den Top-20. Die günstigsten Eigentumswohnungen gab es im dritten Quartal dagegen im Bestand des Landkreises Prignitz, wo der Quadratmeter nur 564 Euro kostet. Nur die Landkreise Holzminden (827 Euro) und Greiz (892 Euro) sind ebenfalls noch unter der 1.000-Euro-Marke - bei Bestandswohnungen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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