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Handwerk: 3,6% mehr Umsatz im 3. Quartal 2021

Archivmeldung vom 10.12.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.12.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Statistisches Bundesamt
Statistisches Bundesamt

Bild: Eigenes Werk /OTT

Im 3. Quartal 2021 sind die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk in Deutschland gegenüber dem 3. Quartal 2020 um 3,6 % gestiegen. Nach einer deutlichen Erholung (+11,4 %) im 2. Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahresquartal setzt sich die positive Entwicklung damit fort.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren Ende September 2021 im zulassungspflichtigen Handwerk jedoch 1,2 % weniger Personen tätig als Ende September 2020. Damit hält der Beschäftigtenrückgang an. Bereits Ende Juni 2021 waren 1,0 % weniger Personen im zulassungspflichtigen Handwerk tätig gewesen als ein Jahr zuvor.

Umsatzplus von 12,8 % in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf

In fünf der sieben Gewerbegruppen des zulassungspflichtigen Handwerks wurden im 3. Quartal 2021 höhere Umsätze als im Vorjahresquartal erwirtschaftet.

Den stärksten Umsatzzuwachs verzeichneten die Handwerke für den gewerblichen Bedarf (+12,8 %). Hierzu trugen besonders die beiden größten Gewerbezweige dieser Gruppe - Feinwerkmechaniker (+17,0 %) und Metallbauer (+12,5 %) - bei. Es ist davon auszugehen, dass die hohen Preissteigerungen bei Vorleistungsgütern, speziell bei Metallen, und die erhöhte Nachfrage im Industriezweig "Maschinenbau" zu den Umsatzsteigerungen beigetragen haben. Auch das Ausbaugewerbe (+8,4 %) erwirtschaftete deutlich mehr Umsatz. Treibende Kraft waren dabei die Umsatzsteigerungen bei den Elektrotechnikern (+13,4 %).

Im Gesundheitsgewerbe (+4,3 %), Bauhauptgewerbe (+2,8 %) und Lebensmittelgewerbe (+1,5 %) gab es ebenfalls Umsatzsteigerungen, die aber deutlich moderater ausfielen.

Umsatzverluste verzeichneten zwei Gewerbegruppen: das Kraftfahrzeuggewerbe (-6,3 %) und die Handwerke für den privaten Bedarf (-3,3 %). Im Kraftfahrzeuggewerbe kam es sowohl bei den Kraftfahrzeugtechnikern (-6,6 %) als auch bei den Zweiradmechanikern (-4,5 %) zu Umsatzrückgängen. Ursache für die Umsatzrückgänge im Kraftfahrzeuggewerbe dürften Materialengpässe, beispielsweise im Bereich Mikrochips, sein.

Beschäftigungsrückgang am deutlichsten in den Handwerken für den privaten Bedarf

In fünf von sieben Gewerbegruppen waren Ende September 2021 weniger Personen tätig als Ende September 2020. Die Beschäftigung nahm in den Handwerken für den privaten Bedarf (-9,0 %) am stärksten ab. Hauptgrund für diese Entwicklung ist der anhaltende Rückgang bei den Friseurunternehmen (-11,0 %). So waren bereits Ende Juni 2021 weniger Personen in Friseurunternehmen (-9,9 %) beschäftigt gewesen als noch ein Jahr zuvor.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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