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Qiagen-Gründer Riesner warnt vor einer Schließung der Zentrale in Hilden

Archivmeldung vom 22.11.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.11.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Qiagen N.V. ist Anbieter von Probenvorbereitungs- und Testtechnologien für die molekulare Diagnostik, akademische Forschung, pharmazeutische Industrie und angewandte Testverfahren. Bild: wikipedia.org
Qiagen N.V. ist Anbieter von Probenvorbereitungs- und Testtechnologien für die molekulare Diagnostik, akademische Forschung, pharmazeutische Industrie und angewandte Testverfahren. Bild: wikipedia.org

Detlev Riesner, Mitgründer von Qiagen, hofft, dass sich das Biotech-Unternehmen gegen eine Übernahme stemmen kann: "Ich wünsche mir, dass Qiagen unabhängig bleibt", sagte Riesner der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Zugleich warnt er potenzielle Investoren davor, die Zentrale in Hilden mit ihren 2400 Mitarbeiter zu schließen: "Wie stets bei Übernahmen besteht die Gefahr, dass ein Investor die Zentrale schließt oder verkleinert, um Kosten zu sparen. Ich hoffe sehr, dass ein Investor am Standort Hilden festhält. Diese Ballung an Forscher-Kompetenz und Biotech-Erfahrung sollte man nicht leichtfertig aufgeben."

Der MDax-Konzern hatte vor einer Woche mitgeteilt, mehrere nicht-verbindliche Interessensbekundungen erhalten zu haben. "Qiagen hat als erfolgreiches Unternehmen stets damit gerechnet, Ziel einer Übernahme zu werden", so Riesner. Über potenzielle Investoren sagt er: "Eine Firma wie Roche kann Qiagen aus kartellrechtlichen Gründen nicht übernehmen. Merck hat gerade große Zukäufe gestemmt. Siemens Healthineers hat andere Pläne. Dass die Konkurrenten Thermo Fisher und Illumina interessiert sind, kann ich mir gut vorstellen." Er wisse aber nicht, wer die Bieter seien.

Zugleich mahnte er, bei einer möglichen Übernahme die Rechte der Arbeitnehmer zu wahren. "Qiagens Rechtsform ist eine N.V. (Naamloze Vernootschap), hier gilt das niederländische Recht. Und danach muss ein Vorstand bei der Frage, ob er einer Übernahme zustimmt, die Interessen aller Stakeholder berücksichtigen - also auch der Arbeitnehmer, und nicht nur der Aktionäre." Qiagen hat weltweit 5200 Mitarbeiter. Riesner hat Qiagen bis 2014 als Aufsichtsratschef begleitet.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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