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Regierungsberater empfiehlt Strom-Versteigerung statt Laufzeit-Verlängerung

Archivmeldung vom 14.09.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.09.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Fabian Pittich
Bild: Daniel Bleyenberg / pixelio.de
Bild: Daniel Bleyenberg / pixelio.de

Im Streit um längere Atomlaufzeiten schlägt die Monopolkommission eine Auktion unter den Stromkonzernen vor, damit der Staat mehr Geld einnimmt. "Es wäre ordnungspolitisch sauberer gewesen, wenn die Politik eine Reststrommenge festgelegt und diese dann meistbietend versteigert hätte", sagte Justus Haucap, Vorsitzender der Monopolkommission der Bundesregierung, dem Tagesspiegel.

"Das hätte den Charme gehabt, dass man die Gewinne besser hätte abschöpfen können und für die Bürger mehr Geld herausgekommen wäre." Bei diesem Verfahren hätten die Konzerne zudem zeigen müssen, wie viel ihnen die Atomkraft wert ist, sagte der Düsseldorfer Ökonom weiter. Die Verhandlungen zur Verlängerung der Laufzeiten nannte er "ordnungspolitisch sehr fragwürdig mit intransparenten Deals in Hinterzimmern". Niemand wisse, wie die Verhandlungen wirklich gelaufen seien und ob die Regierung das Maximale für den Verbraucher herausgeholt habe. Vorstellbar sei auch gewesen, die Betreiber als Gegenleistung für die Verlängerung zur Abgabe von Kraftwerkskapazitäten zu verpflichten. Auch eine Pflicht zum Ausbau des grenzüberschreitenden Stromnetzes wäre möglich gewesen. "Beides hätte den Wettbewerb gestärkt", befand Haucap.

Quelle: Der Tagesspiegel

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