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VRR rechnet mit "Jahrzehnt der Baustellen"

Archivmeldung vom 25.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR)
Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR)

Der Chef des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR), Ronald Lünser, bereitet die Fahrgäste auf eine jahrelange Bauphase im Schienennetz vor. Der Düsseldorfer "Rheinischen Post" sagte er: "Es war bitter nötig, dass wieder Milliarden in die Schiene in NRW fließen."

Das System sei am Limit. "Nun ist ein Jahrzehnt der Baustellen angebrochen - mit Großprojekten wie dem Umbau des Knotens Köln, dem RRX-Ausbau und der Betuwe-Linie." Hinzu kämen kleinere Projekte, und in Summe seien es dann knapp 1000. "Dass grundsätzlich investiert und gebaut wird freut mich zwar, aber wir werden Bauzustände haben, in denen über Wochen auf mancher Linie gar nichts fährt", sagte Lünser.

Mit Blick auf das Baustellenmanagement der Deutschen Bahn sagte der VRR-Chef: "Früher war ich ein dogmatischer Anhänger von ,Bauen unterm rollenden Rad' - also längere Baustellenphasen, in denen Schienen offengehalten wurden, um den der Betrieb aufrechtzuerhalten. In der heutigen, extrem angespannten  Situation fährt man mit der radikaleren ,Augen zu und durch'-Methode besser." Wenn man einen ordentlichen Ersatzverkehr hinbekomme, sei die kurzzeitige Vollsperrung das kleinere Übel.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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