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Einzelhandelsumsatz liegt 1,4 % über Vorkrisenniveau

Archivmeldung vom 31.07.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.07.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Statistisches Bundesamt
Statistisches Bundesamt

Bild: Eigenes Werk /OTT

Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben im Juni 2020 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kalender- und saisonbereinigt 1,6 % weniger umgesetzt als im Mai 2020 ? real (preisbereinigt) und nominal (nicht preisbereinigt).

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg der Umsatz real um 5,9 % und nominal um 6,8 %. Allerdings hatte der Juni 2019 mit 24 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland, war der Umsatz im Juni 2020 kalender- und saisonbereinigt real um 1,4 % höher.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Juni 2020 real 2,3 % und nominal 5,7 % mehr um als im Juni 2019. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten real 3,1 % und nominal 6,4 % über dem des Vorjahresmonats. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln setzte im entsprechenden Vergleich hingegen real 4,0 % und nominal 0,1 % weniger um.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen die Umsätze im Juni 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 8,4 % und nominal um 8,3 %. Das größte Umsatzplus zum Vorjahresmonat mit real 30,7 % und nominal 30,6 % erzielte der Internet- und Versandhandel. Veränderungsraten dieser Größenordnung sind selbst in dieser sehr dynamischen Branche ungewöhnlich und somit zu einem erheblichen Teil auf einen Sondereinfluss der Corona-Pandemie zurückzuführen. Deutlich zugenommen hat auch der Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf mit einem realen Plus von 14,6 %. Noch nicht wieder auf dem Vorjahresniveau sind dagegen der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren und der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) mit real -16,0 % und -11,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

Europäische Daten zum Einzelhandel

Ergebnisse zum Einzelhandel in anderen EU-Staaten finden Sie in der Datenbank des Europäischen Statistikamts (Eurostat). Derzeit liegen für die meisten Länder Daten bis einschließlich Mai 2020 vor. Zum Umsatz des Einzelhandels im EU-Vergleich veröffentlicht das Statistische Bundesamt am 7. August 2020 eine Pressemitteilung.

Krisenmonitor ermöglicht Vergleich zwischen Corona-Krise und Finanz- und Wirtschaftskrise

Der Einzelhandelsumsatz ist auch Teil des "Krisenmonitors" (www.destatis.de/krisenmonitor), mit dem das Statistische Bundesamt die Entwicklung wichtiger Konjunkturindikatoren in der Corona-Krise und in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 gegenüberstellt. Der Krisenmonitor ergänzt die Sonderseite Corona-Statistiken, die seit Anfang April statistische Informationen zu den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie bündelt.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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