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Trotz Digitalisierung: Arbeitsvolumen auf Niveau von 1991

Archivmeldung vom 23.08.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.08.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Die zunehmende Digitalisierung hat bisher nicht zu einer spürbaren Verringerung des Arbeitsvolumens geführt. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, über die die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" berichten. Demnach belief sich die Zahl der in Deutschland geleisteten Arbeitsstunden im vergangenen Jahr auf 60,04 Milliarden Stunden.

Zum Vergleich: 1991 waren es 60,26 Milliarden Stunden. Offenbar führt die zunehmende Digitalisierung auch nicht zu einer stärkeren Zunahme der Arbeitsproduktivität je geleisteter Arbeitsstunde. Den Zahlen zufolge war diese in den Siebzigerjahren pro Jahr im Schnitt um 4,1 Prozent gestiegen. Im laufenden Jahrzehnt lag der durchschnittliche Produktivitätsfortschritt in Deutschland bei 1,2 Prozent pro Jahr. Linken-Expertin Jessica Tatti sagte dem RND, am produktivsten arbeite, wer einen sicheren Job habe und mit seiner Arbeit zufrieden sei.

"Dafür braucht es keine höhere Wirtschaftsmathematik", so die Bundestagsabgeordnete. "Eine starke und zukunftsfähige Wirtschaft braucht daher stabile soziale Leitplanken durch gute und sichere Arbeitsplätze mit gerechten Löhnen und Bildungschancen für alle. Um Beschäftigte für die veränderten Anforderungen im digitalen Wandel fit zu machen, müssen zielführende Weiterbildungsmodelle geschaffen werden."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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