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Mach mir ein Maschinenkind

Archivmeldung vom 12.05.2005

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.05.2005 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Michael Dahlke

Wissenschaftler der Cornell University haben ein Gerät entwickelt, das aus Ersatzteilen Kopien seiner selbst herstellen kann. (Mit Video) Ein Bericht der Süddeutschen

Wenn sich das Marsfahrzeug Opportunity vermehren könnte, wäre alles halb so schlimm. Seit dem 26.April steckt der Nasa-Rover im Sand auf der Planetenoberfläche fest. In Zukunft sollen Roboter in solch festgefahrenen Situationen Kopien ihrer selbst herstellen können – aus mitgelieferten Bauteilen.

Dann wäre ihr Totalausfall auf Missionen im All oder beim Einsatz in unwirtlichen Regionen auf der Erde nur noch eine Frage der Zeit. Ein Team um Victor Zykov von der Cornell University im US-Bundesstaat New York ist dieser Vision einen Schritt näher gekommen.

Die Ingenieure haben eine Maschine vorgestellt, die sich selbst reproduziert, also Nachbauten ihrer selbst herstellt, welche sich dann wiederum duplizieren können (Nature, Bd. 435, S. 163, 2005).

Das Gerät besteht aus einem Turm von vier Würfeln mit zehn Zentimetern Kantenlänge, die jeweils diagonal in zwei Hälften unterteilt sind. Da sich die beiden Hälften zueinander drehen können, ist der Turm beweglich. Um neue Würfel andocken zu können, befinden sich an ihren Außenseiten Elektromagnete.

Sie werden von Mikrochips im Inneren der Würfel gesteuert, die über Kontaktflächen Daten austauschen, um die Bewegungen der Würfel als einheitliche Maschine koordinieren zu können. Wenn die Wissenschaftler rechts und links des Turmes baugleiche Würfel zur Verfügung stellen, beginnt der rudimentäre Akt der Vermehrung: Der Turm neigt sich zu den neuen Teilen hin, dockt diese an und vermag aus ihnen ohne menschliches Zutun innerhalb von zweieinhalb Minuten sein Ebenbild aufzuschichten.

Ihr System sei zwar simpel, aber es demonstriere, dass Selbstreproduktion nicht nur eine Domäne der Biologie sei, schreiben die Ingenieure. Auch Wolfram Burgard, Leiter des Labors Autonome Intelligente Systeme an der Universität Freiburg, sieht in den Würfeln ein interessantes Prinzip, auch wenn es an Orten wie dem Mars kein Ersatzteillager für die Reproduktion gebe.

Bis Opportunity Nachwuchs bekommt, wird es ohnehin noch dauern: „Von sich selbst reproduzierenden Robotern sind wir noch weit entfernt“, sagt Burgard.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/,trt2m1/wissen/artikel/945/52893/

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