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Eventim schafft Online-Ticketgebühr dauerhaft ab

Archivmeldung vom 18.12.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.12.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Kleingeld: reicht für viele Tweets. Bild: pixelio.de, S. Hegewald
Kleingeld: reicht für viele Tweets. Bild: pixelio.de, S. Hegewald

Der Ticket-Anbieter CTS Eventim schafft die umstrittene Service-Gebühr für selbst ausgedruckte Online-Tickets dauerhaft ab. "Wir wollen keinen Streit", sagte Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg dem Wirtschaftsmagazin "Capital" (Ausgabe 1/2019).

Für die selbst ausgedruckten Tickets habe man zwar an vielen öffentlichen Hallen in Kontrollsysteme investieren müssen, aber man habe die Mechanik hinter der Online-Gebühr "nicht überzeugend genug vermitteln können", sagte Schulenberg. Deshalb werde man in Deutschland auf Dauer auf die Gebühr verzichten, auch wenn sie in vielen anderen Ländern überhaupt kein Problem sei. Eventim reagiert damit auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs vom August. Darin hatten die Richter in letzter Instanz die pauschale "Service-Gebühr" von 2,50 Euro gekippt, die das MDAX-Unternehmen für Tickets im sogenannten Printdirect-Verfahren über seine Online-Plattform erhoben hatte. Allerdings hatte der BGH darauf hingewiesen, dass eine Anpassung der Gebühr durchaus zulässig sein könnte.

Unmittelbar nach dem Urteil hatte Eventim den Aufschlag von 2,50 Euro gestrichen, sich aber zugleich vorbehalten, künftig eine Gebühr in geringerer Höhe zu verlangen. Bei der Online-Gebühr gehe es nur um Erlöse von einer Million Euro im Jahr, sagte Schulenberg jetzt. Nur ein kleiner Teil der Fans drucke seine Konzerttickets selbst aus. Dagegen hat das Unternehmen eine Service-Gebühr für Fußballtickets und andere Karten, die über seine Tochter Eventim Sports verkauft werden, bis heute vorerst beibehalten, da sich die Entscheidung des BGH nicht unmittelbar gegen die Firmentochter richtet. Nach Unternehmensangaben laufen derzeit Gespräche mit den Sportvereinen, um eine Lösung im Sinne der Clubs, der Fans und des Unternehmens zu finden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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