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Mehrheit der Zeitschriften verliert 2010 Marktumsatz

Archivmeldung vom 15.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rolf van Melis / PIXELIO
Bild: Rolf van Melis / PIXELIO

Die Mehrheit der deutschen Publikumszeitschriften hat von Januar bis März 2010 erneut Marktumsatz verloren, die Zahl der Gewinner ist gegenüber den Vorquartalen aber gestiegen. Das ist ein Ergebnis der kress-Marktumsatzanalyse. Der Branchendienst hat dazu die Brutto-Werbeeinnahmen auf Grundlage von Nielsen Media Research und die Brutto-Vertriebseinnahmen von 417 Titeln zum kress-Marktumsatz (KMU) zusammenaddiert.

211 der erfassten Zeitschriften haben demnach im Vergleich zum ersten Quartal 2009 an KMU verloren, 178 legten zu, und für 28 existieren keine Vergleichswerte. Von den 50 umsatzstärksten Titeln sind 26 im Plus und 24 im Minus.

Der "Spiegel" verbessert sich sogar deutlich und feiert einen Doppelsieg: Er erzielt wieder den höchsten KMU und legt - gerechnet nach absoluten Zahlen - am stärksten zu. Das Nachrichtenmagazin hat im ersten Quartal 2010 einen KMU von 80,98 Millionen Euro eingestrichen, was einen Zuwachs um 4,01 Millionen bzw. 5,2% bedeutet. Keine Trendwende ist beim "Focus" zu erkennen: Mit einem KMU-Verlust von 4,29 Millionen Euro oder 8,1% ist er im ersten Quartal Top-Absteiger. Seine von kress errechneten Brutto-Vertriebseinnahmen sind um fast 4 Millionen Euro gesunken.

Der kress-Marktumsatz gibt nicht an, wie viel Geld den Zeitschriftenverlagen tatsächlich zufließt. Es handelt sich beim KMU vielmehr um einen Bruttowert. Anzeigenrabatte und Handelsspannen z.B. sind nicht berücksichtigt. 

Quelle: kress.de

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