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BA-Vorstand Alt befürwortet Mindestlohn bei der Zeitarbeit

Archivmeldung vom 27.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Heinrich Alt Bild: Bundesagentur für Arbeit
Heinrich Alt Bild: Bundesagentur für Arbeit

In der Debatte um einen Mindestlohn für die Zeitarbeitsbranche hat DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der Bundesregierung Untätigkeit vorgeworfen: "Neu einreisende Arbeitnehmer und Beschäftigte im Inland müssen ausreichend vor Lohndumping geschützt werden. Doch passiert ist - nichts!", sagte die Gewerkschaftsvertreterin dem Berliner "Tagesspiegel" unter Verweis auf die ab Mai kommenden Jahres geltende Freizügigkeit für Arbeitnehmer.

Die Bundesregierung dürfe "nicht länger warten und tatenlos zusehen, wie sich der Niedriglohnsektor immer weiter ausbreitet und zu sozialen Verwerfungen führt", fügte Buntenbach hinzu. Auch die Bundesagentur für Arbeit sprach sich für einen Mindestlohn in der Zeitarbeitsbranche aus. "Bei den An- und Ungelernten wird die Konkurrenz zunehmen, auch in der Leiharbeit", sagte BA-Vorstand Heinrich Alt der Zeitung. Ein Mindestlohn für die Zeitarbeitsbranche sei daher "hilfreich": "Wenn in der Branche kein Mindestlohn eingeführt wird, steigt der Druck auf die Löhne", sagte Alt.

Die ab Mai kommenden Jahres geltende Freizügigkeit für Arbeitnehmer aus den osteuropäischen EU-Staaten wird nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit gleichwohl eher geringe Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt haben. "Es wird keine Massenwanderung auf den deutschen Arbeitsmarkt geben: Die seriösen Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen 100000 und 150000 Personen pro Jahr nach Deutschland kommen. Das kompensiere noch nicht einmal das, was wir durch die demographische Entwicklung an Erwerbspersonen verlieren werden", sagte BA-Vorstand Alt. Bei den Hochqualifizierten und den Qualifizierten werde es kein Lohndumping geben. "Der Bedarf an Fachkräften steigt in den nächsten Jahren weiter, deshalb werden wir eher eine Lohndrift nach oben bekommen", erwartet Alt. 

Quelle: Der Tagesspiegel

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