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Türkei bekommt Drohne mit Maschinengewehr

Archivmeldung vom 14.12.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.12.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
"Songar" von Asisguard: Drohne hebt mit 200 Schuss ab.
"Songar" von Asisguard: Drohne hebt mit 200 Schuss ab.

Bild: asisguard.com

Die Türkei soll noch vor Jahresende einsatzfähige, mit Maschinengewehr bestückte Drohnen haben. Als erstes Land der Welt bekommt sie diese vom türkischen Hersteller Asisguard geliefert, berichtet "New Scientist". Das Modell "Songar" kann bis zu 200 Schuss Munition mitführen und setzt demnach neben ausgeklügelter Sensorik auch auf Roboterarme zur Rückstoßkompensation, um wirklich zielgenau zu treffen.

Echt treffsicher

Die 25 Kilogramm schwere Drohne ähnelt auf dem ersten Blick einem normalen Quadcopter, nutzt allerdings vier Doppelrotoren und ist eben mit einem Maschinengewehr ausgerüstet, das via Munitionsgürtel bis zu 200 Patronen entweder als Einzelschuss oder in 15er-Feuerstößen abfeuern kann. Gerade bei letzterem ist freilich die Zielgenauigkeit eine große Herausforderung. Denn jede abgefeuerte Kugel verändert durch den Rückstoß die Position einer schwebenden Drohne, was die Zielgenauigkeit nachfolgender Kugeln beeinflusst.

Neben einem ausgeklügelten System zur Zielerfassung, das auf Kameras und Laserentfernungsmesser setzt, um Entfernung, Winkel und Wind einzuschätzen, nutzt Asisguard bei Songar daher auch ein System zur Rückstoßkompensation. Dabei bewegen Roboterarme das Maschinengewehr so, dass dieser ausgeglichen wird. Insgesamt kann die Drohne so laut Hersteller auf 200 Meter Entfernung ein 15 Zentimeter großes Ziel genau treffen - was ausreichen sollte, um ein menschliches Ziel mit jeder Kugel zu treffen.

Mensch am Drücker

Bewaffnete Drohnen sind unter anderem aufgrund der Frage, wie Ziele ausgewählt werden, umstritten. Hier setzt Asisguard darauf, ähnlich wie bei Drohnen der US-Streitkräfte die Verantwortung in die Hände eines menschlichen Piloten zu legen. Dieser kann statt einer einzelnen Drohe auch einen Schwarm aus drei Songars steuern, die dann allesamt das gleiche Ziel erfassen. Dank Nachtsicht-Sensoren geht das auch bei Dunkelheit. Die Missionsreichweite beträgt laut Hersteller zehn Kilometer.

Die Türkei soll noch dieses Jahr einsatzbereite Drohnen geliefert bekommen. Diese könnten also relativ bald tatsächlich zum Einsatz in einem bewaffneten Konflikt kommen. Die Türkei ist immerhin im Oktober mit Luft- und Artillerieangriffen gefolgt von einer Bodenoffensive in Nordsyrien de facto zur Kriegspartei im Syrienkonflikt geworden.


Quelle: www.pressetext.com/Thomas Pichler

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