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Wohnungsverband warnt vor hohen Mietschulden

Archivmeldung vom 15.08.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.08.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Wegen hoher Energiepreise rollt laut Wohnungsverbänden in Sachsen-Anhalt auf Mieter und Vermieter eine Schuldenwelle zu. "Es drohen massenhaft private und unternehmerische Insolvenzen", sagt Jens Zillmann, Direktor des Verbandes der Wohnungswirtschaft, der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung.

Schon jetzt würden in einigen Regionen bis zu 50 Prozent der Mieter in kommunalen Wohnungen äußern, höhere Betriebskosten nicht zahlen zu können. "Mit hohen Mietausfällen und Kostensteigerungen droht Vermietern die Zahlungsunfähigkeit."

Zillmann rechnet angesichts weiter steigender Preise für Fernwärme, Gas und Strom in diesem Jahr mit einer Mehrbelastung der Haushalte von durchschnittlich etwa 3.800 Euro. Bei ungefähr 320.000 Wohnungen kommunaler und genossenschaftlicher Unternehmen wären das bis zu 1,2 Milliarden Euro. "Wer soll das bezahlen?" Erste Wohnungsfirmen haben bereits die Warmmiete angehoben, zum Teil um mehrere hundert Euro. "Bis Ende September werden zwei Drittel der 80 kommunalen Vermieter die Abschlagszahlungen deutlich erhöhen." Doch schon jetzt seien die Mietschulden infolge der Lockdowns zum Teil beträchtlich, so Zillmann.Sach

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)


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