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Mixa von geheimer Papst-Akte schwer belastet

Archivmeldung vom 21.06.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.06.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Dr. Walter Mixa, ehemaliger Bischof von Augsburg. Bild: Dr. Christoph Goldt
Dr. Walter Mixa, ehemaliger Bischof von Augsburg. Bild: Dr. Christoph Goldt

Die Akte über den Fall des zurückgetretenen Augsburger Bischofs Walter Mixa, die Papst Benedikt XVI. vorliegt, enthält offenbar gravierende Vorwürfe, die zum Teil öffentlich noch nicht bekannt sind. Diese waren offenbar der Grund dafür, dass der Papst Anfang Mai Mixas Rücktrittsgesuch annahm, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Montagsausgabe.

Das Dossier über Bischof Mixa umfasst nach laut dem Zeitungsbericht mehrere Dutzend Seiten und ging am 27. April offiziell an den Nuntius, den Papstbotschafter in Berlin. Die Akte enthält Zeugenaussagen auch engster Mitarbeiter und Bekannter, die belegen sollen, dass der Bischof angeblich ein Alkohol- und Wahrnehmungsproblem hat und sich in mindestens zwei öffentlich noch nicht bekannten Fällen jungen Männern so sehr genähert habe, dass diese das als "Grenzüberschreitung" empfunden hätten. So berichtet ein Mitarbeiter, dass Mixa über den Tag verteilt angeblich regelmäßig Wein und hochprozentige
 Alkoholika getrunken habe. Besonders brisant ist die Wiedergabe eines Dialogs des Bischofs mit einem jungen Mann während eines gemeinsamen Urlaubs. Der Bischof soll angeblich "bleib hier, ich brauche deine Liebe" gesagt haben. Die Vorermittlungen der Staatsanwaltschaft Ingolstadt wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch waren eingestellt worden, als das vermeintliche Opfer erklärt hatte, es habe keine Übergriffe seitens des Bischofs gegeben. Mixa hatte in der vergangenen Woche erklärt, der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, der Münchner Erzbischof Reinhard Marx und der Augsburger Weihbischof Anton Losinger hätten diese Vorermittlungen genutzt, um ihn beim Papst in Misskredit zu bringen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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