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Erste Entlassungen beim Football: Der Impfdruck im amerikanischen Spitzensport wächst

Archivmeldung vom 19.10.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.10.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Athlet (Symbolbild)
Athlet (Symbolbild)

Bild: © CC0 / WikiImages / Pixabay

Zu Olympia dürfen nur geimpfte US-Athleten mitfahren und auch in den Ligen wächst der Impfdruck. Impfverweigerer werden öffentlich verunglimpft, von Spielen und Turnieren ausgeschlossen oder entlassen. Kommt die flächendeckende Impfung im Spitzensport fragt „SNA News“ nach ?

Weiter ist auf deren deutschen Webseite dazu folgendes zu lesen: "Vor rund einem Monat hatte das US-amerikanische Olympische Komitee (USOPC) bekanntgegeben, dass bei den Olympischen Winterspielen in Peking nur vollständig geimpfte US-Sportler an den Start gehen dürften. Die entsprechenden Impfungen sollten bis zum 1. Dezember 2021 vorliegen. Ausnahmen sollte es demzufolge aber geben dürfen, etwa aus medizinischen oder religiösen Gründen.

Nun ziehen verschiedene US-Ligen nach. In der Football-Liga (NFL) ist die Covid-19-Impfung bereits Pflicht, die Basketball-Liga NBA hat eine Reihe von Richtlinien erlassen, bei deren Nicht-Einhaltung Spieler für mehrere Spiele aussetzen müssen. Zudem gelten bei verschiedenen großen Turnieren quer durch die Sportarten eigene Restriktionen.

Während Medienberichten zufolge die meisten Spitzensportler bereits geimpft sind, ist der Impfstatus bei einigen unbekannt und andere haben öffentlich verkündet, gegen eine Impfung zu sein. Das sorgt für kontroverse Diskussionen, aber auch für ganz konkrete Konsequenzen für die Betroffenen.

Wie die Deutsche Presse-Agentur mitteilt, haben College-Footballtrainer Nick Rolovich und vier seiner Assistenten ihre Jobs verloren, weil sie sich geweigert hatten, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Rolovich hatte demnach eine Ausnahmegenehmigung unter Verweis auf religiöse Gründe beantragt, doch diese ist ihm verweigert worden. In der NBA muss Basketball-Superstar Kyrie Irving aussetzen, bis er eine Impfung nachweisen kann. „Ich tue, was das Beste für mich ist. Ich kenne die Konsequenzen, und wenn das bedeutet, dass ich dafür verurteilt und verteufelt werde, dann ist das eben so“, hatte Irving kommentiert. Liga-Chef Adam Silver zufolge sind 96 Prozent der Spieler in der NBA geimpft. Er hoffe, dass auch Irving sich letztendlich für eine Impfung entscheiden werde. „Ich würde ihn in dieser Saison gerne Basketball spielen sehen.“

In der Eishockey-Liga (NHL) wurde Verteidiger Bode Wilde von den New York Islanders an ein schwedisches Team ausgeliehen, weil er eine Impfung verweigert hatte. Evander Kane, Flügelstürmer der San Jose Sharks, ist für 21 Spiele der NHL gesperrt worden, weil er gegen das Corona-Protokoll der Liga verstoßen hatte. Wegen seiner Impfskepsis könnte Tennis-Star Novak Djokovic den ersten Grand Slam der Saison in Australien verpassen, weil der Bundesstaat Victoria die Impfung für alle Profi-Sportler verpflichtend gemacht hat. Als Impfskeptiker bekannt sind auch die Top-Spieler Stefanos Tsisipas, Daniil Medvedev und Alexander Zverev. Deren Impfstatus bleibt jedoch unbekannt.

Im Zusammenhang mit der Impfung wächst der Druck auf die Sportstars. Medienwirksam wird appelliert, sie sollten ihrer Vorbildfunktion nachkommen, sich impfen lassen und andere dazu auffordern. So gibt es derzeit Forderungen, Basketball-Star LeBron James (LA Lakers) solle Impfgegner wie Irving zur Rede stellen. „Sie kommen ihrer Verantwortung als Prominente nicht nach. Athleten sind nicht verpflichtet, das Sprachrohr der Regierung zu sein, aber hier geht es um öffentliche Gesundheit“, sagte NBA-Legende Kareem Abdul-Jabbar über Irving und andere Impfverweigerer. Besonders von den farbigen Spielern sei er in diesem Zusammenhang enttäuscht. „Indem sie ihre Leute nicht ermutigen, sich impfen zu lassen, tragen sie zu deren Tod bei.“ Afroamerikaner sind Statistiken zufolge besonders stark von Hospitalisierungen und Covid-19-Erkrankungen mit Todesfolge betroffen.

Über eine Impfpflicht im Spitzensport ist in Deutschland noch nichts bekannt. Nicht ausgeschlossen, dass unter internationalem Druck dieser „Trend“ über kurz oder lang auch hier ankommt."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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