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Große Umfrage zur Zufriedenheit mit den Ministerpräsidenten der Länder: Winfried Kretschmann ist Deutschlands beliebtester Landesvater

Archivmeldung vom 29.01.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.01.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Winfried Kretschmann Bild: winfried-kretschmann.de
Winfried Kretschmann Bild: winfried-kretschmann.de

Wie zufrieden sind die Deutschen mit ihren Ministerpräsidenten? Diese Frage stellte forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL den Wahlberechtigen in den Bundesländern - mit einer Ausnahme: in Sachsen wurde auf die Befragung verzichtet, weil dort gerade ein Ministerpräsidentenwechsel stattfand, von Stanislaw Tillich zu Michael Kretschmer. Insgesamt wurden über 7500 Wahlberechtige, je Bundesland über 500, nach ihrer Einschätzung der jeweiligen Regierungschefs gefragt, also sowohl nach Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen, Präsidenten des Senats sowie Erstem oder Regierendem Bürgermeister.

Auf Platz 1 steht der einzige grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann. 76 Prozent der Baden-Württemberger sind zufrieden mit seiner Arbeit, nur 17 Prozent sind nicht zufrieden. forsa-Chef Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL: "Kretschmann ist es gelungen, als echter Landesvater angesehen zu werden. Dabei setzt er sich häufig deutlich von seiner eigenen Partei ab und stärkt so den Eindruck, dass er unabhängig, sachorientiert und überparteilich handelt. Dementsprechend ist die Zustimmung zu seiner Arbeit auch parteiübergreifend sehr groß. Beim bayerischen Amtskollegen Horst Seehofer ist die Ablehnung hingegen parteiübergreifend sehr groß."

Auf Platz 2, 3 und 4 folgen die Wahlgewinner des vergangenen Jahres, die Saarländerin Annegret Kramp-Karrenbauer (72% Zufriedenheit), der Niedersache Stephan Weil (68%) und Daniel Günther aus Schleswig-Holstein (63%). Am Ende der Zufriedenheitsskala stehen Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (38% Zufriedenheit, 52% Unzufriedenheit), der Bremer Präsident des Senats Carsten Sieling (37% Zufriedenheit, 54% Unzufriedenheit) und auf dem letzten Platz Bayerns Noch-Ministerpräsident Horst Seehofer (31% Zufriedenheit, 63% Unzufriedenheit). In zehn Bundesländern überwiegt der Anteil derer, die mit der Arbeit ihrer Ministerpräsidenten zufrieden sind. Der Anteil der Unzufriedenen ist außer in Bayern und den Stadtstaaten Berlin und Bremen noch in Sachsen-Anhalt (Regierungschef: Reiner Haseloff) größer als der der Zufriedenen. In Brandenburg sind jeweils 45 Prozent der Wahlberechtigten mit der Arbeit von Dietmar Woidke zufrieden oder unzufrieden.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Zufriedenheit mit der Arbeit der Ministerpräsidenten*

  • Winfried Kretschmann (Baden-Württemberg) - 76 % zufrieden, 17 % unzufrieden
  • Annegret Kramp-Karrenbauer (Saarland) - 72 % zufrieden, 25 % unzufrieden
  • Stephan Weil (Niedersachsen) - 68 % zufrieden, 22 % unzufrieden
  • Daniel Günther (Schleswig-Holstein) - 63 % zufrieden, 17 % unzufrieden
  • Olaf Scholz (Hamburg) - 59 % zufrieden, 38 % unzufrieden
  • Malu Dreyer (Rheinland-Pfalz) - 57 % zufrieden, 32 % unzufrieden
  • Manuela Schwesig (Mecklenburg-Vorpommern) - 54 % zufrieden, 27 % unzufrieden
  • Volker Bouffier (Hessen) - 54 % zufrieden, 30% unzufrieden
  • Bodo Ramelow (Thüringen) - 50 % zufrieden, 43 % unzufrieden
  • Armin Laschet (Nordrhein-Westfalen) - 47 % zufrieden, 34 % unzufrieden
  • Dietmar Woidke (Brandenburg) - 45 % zufrieden, 45% unzufrieden
  • Reiner Haseloff (Sachsen-Anhalt) - 42 % zufrieden, 49 % unzufrieden
  • Michael Müller (Berlin) - 38 % zufrieden, 52 % unzufrieden
  • Carsten Sieling (Bremen) - 37 % zufrieden, 54 % unzufrieden
  • Horst Seehofer (Bayern) - 31 % zufrieden, 63 % unzufrieden

*Befragung von jeweils mehr als 500 Wahlberechtigten in den jeweiligen Bundesländern

Ranking der Regierungs-Chefs: Gewinner und Verlierer

Im Sommer 2015 hat forsa die Wahlberechtigten auch schon gefragt, wie zufrieden sie mit der Arbeit ihrer Ministerpräsidenten sind. Bei fünf der elf Ministerpräsidenten, die damals schon im Amt waren, ist die Zufriedenheit jetzt größer als damals. Gemessen am Zufriedenheitsindex - der Differenz zwischen den zufriedenen und den unzufriedenen Befragten - ist der Niedersachse Stephan Weil (SPD) mit einem Anstieg von 27 Punkten Spitzenreiter, gefolgt von Winfried Kretschmann (plus 19) und Annegret Kramp-Karrenbauer (plus 15). Reiner Haseloff aus Sachsen-Anhalt, dessen Arbeit von 49 Prozent seiner Wahlbürger negativ beurteilt wird, hat sich dennoch auf niedrigem Niveau um 9 Punkte verbessert. Der fünfte Gewinner in der Zwei-Jahres-Bilanz ist der Hesse Volker Bouffier (CDU), der um 6 Punkte zulegt.

Forsa-Chef Prof. Manfred Güllner: "Bei sechs der elf Ministerpräsidenten, die 2015 schon amtierten, ist der Zufriedenheitswert niedriger als vor zweieinhalb Jahren. Auch Malu Dreyer, auf dem SPD-Parteitag gefeiert, ist um 9 Punkte abgerutscht. Den stärksten Rückgang verzeichnen Bodo Ramelow (minus 25 Punkte), Dietmar Woidke (minus 27), Horst Seehofer (minus 28) und Michael Müller (minus 32). Der Regierende Bürgermeister von Berlin war kurz nach seinem Amtsantritt 2015 mit relativ viel Wohlwollen betrachtet worden. Offenbar hat seine Amtsführung aber die meisten Berliner enttäuscht."

Datenbasis: Die Daten zur Zufriedenheit mit der Arbeit der Ministerpräsidenten wurden vom 4. bis 15. Dezember 2017 vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben. 7549 Befragte. Befragt wurden in allen Bundesländern (mit Ausnahme von Sachsen) jeweils mehr als 500 Wahlberechtigte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 4 Prozentpunkte.

Quelle: Mediengruppe RTL Deutschland (ots)

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