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Insa: AfD und Grüne werden 2019 weiter zulegen

Archivmeldung vom 29.12.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.12.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Thomas Siepmann / pixelio.de
Bild: Thomas Siepmann / pixelio.de

Der Chef des Meinungsforschungsinstituts Insa, Hermann Binkert, sieht vor allem für die Grünen und die AfD gute Chancen, im kommenden Jahr bei den Wählern zu punkten. "Die Erhebungen des Jahres 2018 lassen erwarten, dass insbesondere Bündnis90/Die Grünen und die AfD im Wahljahr 2019 zulegen", sagte Binkert dem "Handelsblatt". Vergleichsjahr sei hier das Jahr 2014, in dem die letzte Europawahl und die letzten Landtagswahlen in Bremen, Brandenburg, Sachsen und Thüringen stattfanden.

Weniger optimistisch blickt Binkert auf die Union und die SPD. Die Union halte die AfD im Bundesschnitt zwar "deutlich auf Abstand", sagte der Insa-Chef. Sie müsse aber damit leben, dass sich eine Partei rechts von ihr etabliert habe. "Wenn die CDU ihre früheren Wähler und die Nichtwähler, die inzwischen AfD-Wähler geworden sind, zurückgewinnen möchte, müsste sie sich wieder breiter aufstellen", sagte Binkert. "Das könnte für sie aber auch die Gefahr bergen, links der Mitte wieder Wähler zu verlieren." Der SPD attestierte Binkert "ein großes Potential und einen hohen Markenwert". "Aber bei der Zahl der sicheren Wähler und der Wahlabsicht in der Sonntagsfrage ist die SPD auf AfD-Niveau." Nur Parteien, die von sich selbst überzeugt seien, überzeugten auch Wähler. "Wer nicht weiß, wofür er steht, hat es schwer, jemanden zu finden, der weiß, warum er ihn wählen soll", erklärte der Meinungsforscher mit Blickt auf die Lage der Sozialdemokraten. "Dass es der SPD nicht gelingt, vom möglichen Potential zu profitieren, liegt jedenfalls nicht an den Meinungsforschern – deren Umfragewerte für die SPD werden regelmäßig durch Wahlergebnisse bestätigt."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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