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Weniger tote Küken: Handelsunternehmen setzen auf spezielle Hühnerrasse

Archivmeldung vom 27.01.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.01.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Küken in der Massentierhaltung bei der Einstallung
Küken in der Massentierhaltung bei der Einstallung

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Penny und Rewe wollen künftig deutlich weniger Eier von Legehennenrassen verkaufen, bei denen männliche Küken getötet werden. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet, sollen ab dem 1. Februar in allen 2150 Märkten des Rewe-Discounters Penny Eier der Rasse "Sandy" verkauft werden, bei der männliche Tiere bis zur Schlachtreife gemästet werden. Bis Jahresende sollen die Eier dann auch bundesweit in sämtlichen Rewe-Filialen erhältlich sein. Bislang werden in Deutschland jedes Jahr etwa 50 Millionen Küken direkt nach dem Schlüpfen getötet, weil sie weder Eier legen noch schnell genug Fleisch ansetzen.

Penny-Geschäftsführer Stefan Magel sagte: "Als erster Discounter geben wir ein klares Signal in den Markt, dass wir die bisherige Praxis so schnell als möglich überwinden müssen." Nach Unternehmensangaben sind daher vor einigen Wochen 72.000 männliche und weibliche Küken der Rasse "Sandy" eingestallt worden. Deren sandfarbene Eier sollen in Kürze unter der Marke "Herzbube" verkauft werden. Das jährliche Volumen beziffert Penny laut "NOZ" auf 20 Millionen Eier. Rewe verkauft nach eigenen Angaben bereits in 600 Märkten in Ostdeutschland sowie Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Eier der Rasse.

Auf der "Grünen Woche" in Berlin präsentiert das Bundeslandwirtschaftsministerium derzeit das Modell einer Maschine, die bereits am dritten Tag nach Befruchtung vorhersagen kann, welches Geschlecht ein Küken haben wird. "Männliche" Eier können so aussortiert und anderweitig verwendet werden. Wann das Gerät allerdings praxisreif für den Einsatz in Brütereien seien wird, ist unklar. In einem Interview mit der "NOZ" hatte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) gesagt: "Wir schaffen 2017 den Einstieg in den Ausstieg."

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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