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Tag der Milch und Millionen Kühe leiden

Archivmeldung vom 31.05.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.05.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Deutsches Tierschutzbüro e.V.
Bild: Deutsches Tierschutzbüro e.V.

Am 1. Juni 2016 ist Tag der Milch, ein Grund sich über die Bedingungen der Milchproduktion Gedanken zu machen. Tagtäglich werden Millionen Kühe von ihren Kälbern getrennt, um dem Menschen Milch zu liefern.

In Deutschland leben ungefähr 4,3 Millionen Milchkühe auf rund 75.000 landwirtschaftlichen Betrieben und fast jede vierte von ihnen in ganzjähriger Anbindehaltung. Laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung produzierten die Kühe 30.751.000 Tonnen Milch, dahinter steckt eine körperliche Höchstleistung auf Kosten der Tiere. Denn für die Produktion von nur einem Liter Milch fließen 500 Liter Blut durch das Euter einer Kuh. Wobei sich die Milchleistung einer Kuh in den letzten 30 Jahren auf bis zu 40 Liter am Tag nahezu verdoppelt hat.

Das Leiden dieser Milchkuhrassen beginnt bereits sehr früh. Spätesten nach ungefähr drei Tagen werden Kalb und Muttertier getrennt, damit die Milch dem Muttertier entnommen werden kann. „Das hat nichts mit der heilen Welt zu tun, wie es uns die Milchindustrie gerne suggerieren möchte“ so der Gründer vom Deutschen Tierschutzbüro, Jan Peifer. Auch die männlichen Artgenossen werden gemästet und nach langen Transportwegen in der Fleischindustrie verwertet. Weiblichen Kühen steht das gleiche Schicksal wie ihren Müttern bevor, sie werden teilweise betäubungslos enthornt, gebären Kälber und produzieren für 10 Monate Milch. Nach zwei Jahren lässt ihre Milchleistung nach und auch ihr Weg führt zur Schlachtbank, obwohl sie eine Lebenserwartung von 20 Jahren haben könnten.

Laut dem Zentrum der Gesundheit kann Milch in der Form, in der sie aktuell angeboten wird, erhebliche gesundheitliche Folgen für Kinder und Erwachsene haben. Tierleidfreie Alternativen aus Reis, Soja und Nüssen stehen heutzutage jedem zur Verfügung.

Quelle: Deutsches Tierschutzbüro e.V.

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