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Das unberücksichtigte Leid der Kühe

Archivmeldung vom 12.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Die Abbildung 1 zeigt, wie eine gesunde Niere aussehen sollte. Das Bild stammt aus dem Lehrbuch der Anatomie aus den 1960 Jahren.
Die Abbildung 1 zeigt, wie eine gesunde Niere aussehen sollte. Das Bild stammt aus dem Lehrbuch der Anatomie aus den 1960 Jahren.

Vermehrt vermelden die Medien, dass durch Veterinärämter Tierhaltungsverbote ausgesprochen werden. Begründet werden die Verbote meist lapidar mit "Verwahrlosung der Tiere" oder "mangelnder Versorgung". Unterstützt - teilweise zu Recht - durch Bilder oder Filmaufnahmen verschiedener Tierschutzorganisationen, gerade wenn es um die Tiermast mit reinem Profitdenken geht, herrscht in der breiten Öffentlichkeit die Meinung, dass alles so in Ordnung ist und zum Wohle der Tiere geschieht. Wie Recherchen von ExtremNews jetzt ergaben, kann aber noch ein anderer Grund für das Leid der Tiere verantwortlich sein, nämlich die Wissenschaft.

In Abbildung 2 sind junge Bullennieren im Schlachthof Fulda zu sehen. Hier zeigen sich die ersten Verwachsungen.
In Abbildung 2 sind junge Bullennieren im Schlachthof Fulda zu sehen. Hier zeigen sich die ersten Verwachsungen.
Die Abbildung 3 zeigt eine Farbabbildung aus dem Lehrbuch der Anatomie, aus dem Jahre 2004.
Die Abbildung 3 zeigt eine Farbabbildung aus dem Lehrbuch der Anatomie, aus dem Jahre 2004.

ExtremNews berichtete bereits im September 2013 in dem Beitrag „Die erschreckende Wahrheit über die hohe Milchleistung der Kuh“, dass es durch die Steigerung der Milchleistung aufgrund einer speziellen Fütterungsmethode zu einer Schädigung von Leber und Nieren kommt. Tierarzt Dr. Schmack erklärt in seinem Buch "Die beschädigte Kuh im Harnstoffwahn“ sehr anschaulich die Hintergründe. Doch leider scheint dies die zuständigen Wissenschaftler und Tiermediziner nicht zu interessieren, wie der nachfolgende Fall zeigt.

Dem Milchviehbauer aus dem oben genannten Beitrag, der aufgrund eines laufenden Verfahrens erst einmal anonym bleiben will, wurde jetzt vom Veterinäramt ein Tierhaltungsverbot angedroht, obwohl augenscheinlich die Probleme seiner Tiere in degenerierten Leber- und Nierenschäden zu suchen sind, die sich jedoch nicht aus verminderter oder gar keiner Versorgung mit ausreichend Wasser und Futter ergeben sondern im Gegenteil aus einer vom System vorgegebenen falschen Fütterung.

So passiert es, wie der Milchviehbauer schildert, dass die Tiere abends zum Beispiel noch keine Auffälligkeiten hinsichtlich des Gesundheitszustandes zeigen und plötzlich morgens verendet im Stall liegen. Der Bauer erklärt, dass es durch das plötzliche Versagen des restlichen funktionsfähigen Leber- und Nierengewebes noch nicht einmal möglich ist einen Tierarzt hinzuzuziehen, der das jeweilige Tier retten könnte.

Weiter sagt er: „Leben spielt sich halt nicht in Labor oder Sektionsergebnissen ab sondern in der Rinderherde.“

Der Amtstierarzt führte in einer Besprechung Anfang Oktober 2014, bei der auch ein ExtremNews-Redakteur anwesend war, an, dass es wohl nur einem Pathologen möglich sei, eine gesunde Leber und Niere zu beurteilen. Dem widersprach gegenüber ExtremNews der Bauer entschieden und erklärte dies an zahlreichen Abbildungen der Niere.

Im einzelnen sagt der Milchviehbauer zu den Bildern:

„Die Abbildung 1 zeigt, wie eine gesunde Niere aussehen sollte. Das Bild stammt aus dem Lehrbuch der Anatomie aus den 1960 Jahren. Es zeigt eine Niere, die das Aussehen einer Weintraube hat, mit bis zu den zentralen Blutgefäßen gefurchten nicht verwachsenen Beeren.

In Abbildung 2 sind junge Bullennieren im Schlachthof Fulda zu sehen. Hier zeigen sich die ersten Verwachsungen. Die Farbe ist aber in Ordnung. Eine gesunde Niere sollte diese Farbe haben und nicht verwachsene Beeren, sondern so wie in Abbildung 1 dargestellt.

Die Abbildung 3 zeigt eine Farbabbildung aus dem Lehrbuch der Anatomie, aus dem Jahre 2004. Gegenüber der ersten Abbildung zeigt nun eine angeblich gesunde Niere bereits ein anfängliches Verwachsen der Beeren auf und auch die gesunde Farbe (ocker) ist nur noch rudimentär vorhanden und durch die gelbe Farbe ersetzt worden.“

Der Bauer fragt sich, wie so heutzutage ausgebildete Veterinäre denn gesunde Nieren noch erkennen sollen, wenn schon in den Lehrbücher krankes Gewebe als gesundes ausgeben wird.

Auf Abbildung 4 ist eine Kuh aus dem Betrieb des Milchviehbauers zu sehen, die nach einem Beinbruch geschlachtet wurde und vorher keine Anzeichen einer Erkrankung gezeigt hat. Er beschreibt weiter: „Wie zu erkennen ist, stimmt weder die Farbe noch die Furchung mit einer gesunden Niere überein.“

In Abbildung 5 und 6 sind schließlich weitere Nieren von sezierten Tieren des Bauers zu sehen, die vom Veterinäramt in Auftrag gegeben wurden. Der Bauer sagt im Gespräch mit ExtremNews: „Ich denke hier kann jeder Laie erkennen, dass diese Tiere nicht mehr lebensfähig sind. Diese Schädigung von Leber und Niere geht auch auf das werdende Kalb im Mutterleib über. Auf den Abbildungen 7 und 8 ist dies in eklatanter Weise zu erkennen: Aufgrund nicht mehr funktionierenden Nierengewebes ist der Urin in Form von Schaum ausgetreten. Auch hier der Tatbestand, den ich schon oft in der Herde erlebt habe, dass von einer zur nächsten Minute der Tod eintritt.“

Zur weiteren Information empfiehlt der Milchviehbauer das bereits schon vorher angesprochene Buch seines Bestandsbetreuungstierarztes Dr. Schmack „Die beschädigte Kuh im Harnstoffwahnsinn: oder das Degenerationssyndrom des Rindes“. Dr. Schmack hat in ganz Deutschland schon mehrere Kuh-und Rinderherden auf Leber- und Nierenschäden untersucht. „Auch beim Vergleich der Bilder des Buches mit den Bildern seiner Herde“, so der Bauer, „kann jeder Laie erkennen, dass sich die Bilder der kranken Organe nicht wesentlich unterscheiden.“

Auf Abbildung 4 ist eine Kuh aus dem Betrieb des Milchviehbauers zu sehen, die nach einem Beinbruch geschlachtet wurde und vorher keine Anzeichen einer Erkrankung gezeigt hat.
Auf Abbildung 4 ist eine Kuh aus dem Betrieb des Milchviehbauers zu sehen, die nach einem Beinbruch geschlachtet wurde und vorher keine Anzeichen einer Erkrankung gezeigt hat.
In Abbildung 5 und 6 sind schließlich weitere Nieren von sezierten Tieren des Bauers zu sehen, die vom Veterinäramt in Auftrag gegeben wurden.
In Abbildung 5 und 6 sind schließlich weitere Nieren von sezierten Tieren des Bauers zu sehen, die vom Veterinäramt in Auftrag gegeben wurden.
In Abbildung 5 und 6 sind schließlich weitere Nieren von sezierten Tieren des Bauers zu sehen, die vom Veterinäramt in Auftrag gegeben wurden.
In Abbildung 5 und 6 sind schließlich weitere Nieren von sezierten Tieren des Bauers zu sehen, die vom Veterinäramt in Auftrag gegeben wurden.
Auf den Abbildungen 7 und 8 ist dies in eklatanter Weise zu erkennen: Aufgrund nicht mehr funktionierenden Nierengewebes ist der Urin in Form von Schaum ausgetreten.
Auf den Abbildungen 7 und 8 ist dies in eklatanter Weise zu erkennen: Aufgrund nicht mehr funktionierenden Nierengewebes ist der Urin in Form von Schaum ausgetreten.
Auf den Abbildungen 7 und 8 ist dies in eklatanter Weise zu erkennen: Aufgrund nicht mehr funktionierenden Nierengewebes ist der Urin in Form von Schaum ausgetreten.
Auf den Abbildungen 7 und 8 ist dies in eklatanter Weise zu erkennen: Aufgrund nicht mehr funktionierenden Nierengewebes ist der Urin in Form von Schaum ausgetreten.
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