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Wasser viel früher auf der Erde als bisher gedacht

Archivmeldung vom 27.01.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.01.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Wassertropfen: Forscher klären Mysterium auf. Bild: pixelio.de, N-Schmitz
Wassertropfen: Forscher klären Mysterium auf. Bild: pixelio.de, N-Schmitz

Das Wasser gelangte bereits während der Erdentstehung auf unseren Planeten. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der Universität Münster in ihrer aktuellen Studie, die im Fachblatt "Nature" veröffentlicht worden ist.

Die Forscher untersuchten die Isotopen-Zusammensetzung des Edelmetalls Ruthenium. Der Hintergrund: Die Edelmetalle haben eine extreme Tendenz, sich mit Metall zu verbinden. Sie sollten daher bei der Bildung der Erde vollständig in den metallischen Erdkern gewandert sein. Jedoch sind im Erdmantel Edelmetalle vorhanden. Dies wird damit erklärt, dass nach Abschluss der Kernbildung kleinere Körper wie Asteroide oder Kometen mit der Erde kollidierten und dadurch neues Material auf die Erde gelangte.

Dieses Material wird in der Fachsprache "late veneer" ("späte dünne Lage") genannt. Es gelangte nicht mehr in den Erdkern und reicherte den Erdmantel wieder mit Edelmetallen an. Dieses late veneer könnte Berechnungen zufolge auch das gesamte Wasser auf die Erde gebracht haben. Zwischen Asteroiden und der Erde existieren jedoch Unterschiede in der Isotopen-Zusammensetzung des Rutheniums, so die Experten. "Alles Ruthenium im Erdmantel kommt vom late veneer. Die Unterschiede in der Isotopen-Zusammensetzung zeigen, dass das late veneer nicht aus Asteroiden bestehen kann, sondern aus dem Inneren des Sonnensystems stammen muss", erklärt Mario Fischer-Gödde.

Früh wasserreiche Teilchen

Die Forscher konnten zeigen, dass die Isotopen-Unterschiede größer werden, je weiter die Asteroide von der Sonne entfernt sind. Sie gehen davon aus, dass dieses Prinzip auch für Kometen gilt. Da aber nur Asteroide und Kometen, die weit von der Sonne entfernt sind, überhaupt genügend Wasser enthalten, schließen diese Daten aus, dass das Wasser auf der Erde vom late veneer stamme, sagen Fischer-Gödde und sein Kollege Thorsten Kleine.

"Unsere Daten zeigen, dass die Erde schon sehr früh, in ihrer Hauptbildungsphase, wasserreiche Körper aufnahm", erklären die beiden Wissenschaftler. Dieses Ergebnis passe zu neueren Modellen der Planetenbildung, die zeigen, dass durch die Entstehung von Jupiter schon sehr früh wasserreiches Material vom äußeren in das innere Sonnensystem transportiert wurde. "Dieses Material wurde in die Erde eingebaut und hat unserem Heimatplaneten lebensfreundlich gemacht", sagt Thorsten Kleine abschließend.

Quelle: www.pressetext.com/Florian Fügemann

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