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Blutige Weihnachten in Afrikas Savannen

Archivmeldung vom 24.12.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.12.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: WWF-Canon / Green Renaissance
Bild: WWF-Canon / Green Renaissance

Der WWF Deutschland warnt vor blutigen Weihnachts- und Silvestertagen in den Naturschutzgebieten Afrikas. Traditionell erreicht die Wilderei in dieser Zeit einen Höhepunkt. In Südafrika steht vor allem das Nashorn im Fadenkreuz der Wilderer. "Die Statistik der vergangenen Jahre zeigt, dass rund um die Feiertage, wenn in Südafrika Sommersaison ist, die Wilderei dramatisch ansteigt. Denn in den freien Tagen zwischen den Jahren strömen viele Besucher in die Nationalparks, während zugleich viele Ranger bei ihren Familien zuhause wohlverdient Weihnachten feiern. So profitieren die Wilderer von dem Trubel und der geringeren Überwachung und können öfter unbeobachtet zuschlagen", sagt Brit Reichelt-Zolho, Afrika-Referentin des WWF Deutschland.

Südafrika ist Heimat von 80 Prozent aller Nashörner weltweit. Rund 25.000 Tiere leben dort derzeit. Doch aufgrund ihres charakteristischen Horns sind sie sehr gefährdet. Rhino-Horn-Konsum gilt in Vietnam seit einigen Jahren als schick, seitdem explodiert die Nachfrage. Bis zu 20.000 Euro zahlen vietnamesische Händler für ein Kilogramm Horn, das sie zu Pulver vermahlen als Krebs-Therapeutikum oder Wohlfühl-Mittel gegen Kater verkaufen. Während im Jahr 2007 nur 13 Tiere gewildert wurden, sind es mittlerweile zwei pro Tag. Im Jahr 2012 wurden bislang 633 Nashörner in Südafrika getötet, davon 395 alleine im Krüger Nationalpark (Stand 19. Dezember).

In Zentralafrika erleidet der Elefant ein ähnliches Schicksal. Zwischen 1995 und 2007 soll sich die Population der Tiere in der Region mehr als halbiert haben. Nach aktuellem Stand sind seit Anfang 2012 weit über 10.000 Elefanten aus den Wäldern und Savannen verschwunden Um die Elefanten-Wilderei zu bekämpfen hat Kamerun vor einem Monat 600 Soldaten abkommandiert. Noch in den 1970 Jahren streiften beispielsweise durch die nord-östlichen Teile der Zentralafrikanischen Republik bis zu 35.000 Tiere, heute sollen es nur noch 50 sein. Grund dafür ist der starke Nachfrageboom aus Asien in den letzten Jahren. Elfenbein gilt dort als Statussymbol.

Vor den Festtagen steigt der Wildereidruck in Zentralafrika zusätzlich, da Elefantenfleisch neben anderem Wildtier als Delikatesse gilt und als Festtagsschmaus auf den Tisch kommt.

Quelle: WWF World Wide Fund For Nature (ots)

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