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ExtremNews startet investigatives Sendeformat

Archivmeldung vom 18.12.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.12.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Sendung "ThorsHammer"
Sendung "ThorsHammer"

Mit "ThorsHammer" hat ExtremNews ein neues investigatives Sendeformat gestartet, welches über Ungereimtheiten und "dunkle" Machenschaften seitens Firmen, Behörden und Organisationen berichten wird. In der ersten Sendung geht es um einen unglaublichen Umweltskandal und ein seltsames Geschäftsgebaren von Kolping international, wodurch in Paraguay die finanzielle Existenz von über 1.200 Kleinbauern und Indianer zerstört wurde.

Gemäß der Idee, die hinter ExtremNews steht, mit einer alternativen und vollkommen unabhängigen Nachrichtenseite zur Medienvielfalt beizutragen, wurde jetzt das Sendeformat "ThorsHammer" geschaffen. Der Name ist abgeleitet vom Vornamen des Moderators der Sendung, "Thorsten", und bedeutet aus dem nordischen übersetzt "Thors Stein" oder eben "Thors Hammer". Ein "Hammer" sind die Beiträge, die hier anfangs noch in unregelmäßigen Abständen - aber später wöchentlich - vorgestellt werden sollen. Den Machern geht es hierbei darum Missstände in allen Bereichen aufzuzeigen und im besten Fall eine Heilung herbeizuführen. Leider ist in vielen Redaktionen eine solche Arbeit anderen Interessen gewichen, wodurch die wahre journalistische Tätigkeit immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird und so beispielsweise zum Sprachrohr von Lobbyisten verkommt.

In der ersten Ausgabe von "ThorsHammer" werden zwei Fälle aus Paraguay behandelt, die von weltweitem Interesse sind.

Ein unglaublicher Umweltskandal

Paraguay, nicht nur bei deutschen Auswanderern ein beliebtes Ziel, erlebte kürzlich einen unglaublichen Umweltskandal. Während man sich in Deutschland über die womöglich übertriebenen Gefahren von Dieselautos Gedanken macht, kam es dort zu einem wirklich existenz- und lebensbedrohlichen Szenario. Von der Firma Archer S.A., die zur multinationalen Saint-Gobain Group gehört, wurde im Jahr 2017 in einem Gebiet, in dem die Menschen vom Öko-Tourismus und der Landwirtschaft leben, eine Anlage zur Herstellung von Siliziumcarbid in Betrieb genommen. Weil - aus welchen Gründen auch immer - scheinbar auf jegliche Filtertechnik verzichtet wurde, beklagten sich seit diesem Zeitpunkt die Anwohner selbst noch in 30 Kilometer Entfernung über den schrecklichen Gestank und gaben an, dass viele von ihnen krank geworden seien und ihre Tiere an den giftigen Gasen verenden. Örtliche Bio-Landwirte verloren aufgrund der Schadstoffe ihre Zertifizierung. Eine ins Leben gerufene Bürgerinitiative und die Beschwerden der Einwohner vor den Stadtbezirken bewirkte, dass der Bürgermeister von Loma Grande vor ein paar Monaten eine vorübergehende Schließung des Archer-Werks anordnete. Nun soll mittels Gutachtern festgestellt werden, was der Grund für den gesundheitsschädlichen Schadstoffausstoß ist. Wie ein Betroffener gegenüber ExtremNews sagt, wirbt die Saint-Gobain Group auf ihrer Webseite für eine saubere Umwelt. Angesichts der Ereignisse in Paraguay wirken die folgenden dort veröffentlichten Aussagen wie der blanke Hohn: "Saint-Gobain reduziert weltweit auf Grundlage konzernweit verbindlicher Vorgaben Umwelteinflüsse von Produktion und Logistik auf ein Minimum bei möglichst sparsamem Einsatz von Ressourcen. Im Kampf gegen den Klimawandel verringern unsere Unternehmen bis zum Jahr 2025 den Energieverbrauch um 15% und die CO²-Emissionen um 20%. Saint-Gobain fördert erneuerbare Energien und das Recycling." 

Kolping internatinal und deren Kampf gegen eine Whistleblowerin

Gerade zur Weihnachtszeit wird von Stiftungen um Spenden geworben, um Projekte und Hilfsbedürftige im Ausland zu unterstützen. Was jedoch wirklich mit den Geldern passiert, bleibt bei den Großen meist im Verborgenen. Insofern es zu Ungereimtheiten kommt, haben nur Wenige den Mut, sich mit den mächtigen Organisationen anzulegen. Welche Folgen dies für sogenannte Whistleblower haben kann, zeigt der Fall der ehemaligen Geschäftsführerin des Kolpingwerks Paraguay, Brigitte ­Fuzellier. Was war passiert, dass eine kirchliche Organisation einen solchen Rachefeldzug startete?

Frau Fuzellier hatte Anfang 2010 Korruptionsvorwürfe gegen ihre Amtsvorgänger erhoben. Unter anderem sollen zwischen 2002 und 2007 beim Neubau eines Stiftungshauses über eine Million Euro europäischer Entwicklungsgelder hinterzogen worden sein. Demnach hatte die Kolpingstiftung bis 2007 rund 1,4 Millionen Euro vom deutschen Entwicklungsministerium (BMZ) und der EU bekommen. Nach einer BMZ-Prüfung musste Kolping Deutschland 241.000 Euro an die Bundesregierung zurückzahlen. Ende September 2010 entschied sich dann das Kolpingwerk Paraguay, Frau Fuzellier fristlos zu entlassen. Doch anstatt deren Vorwürfe weiter aufzuklären, entschied sich der neue Geschäftsführer Olaf von Brandenstein für einen juristischen Feldzug gegen seine Vorgängerin. Im ersten Verfahren wegen Verleumdung wurde die Whistleblowerin nur durch eine Zahlung von umgerechnet 24.000 Euro, die Dank einer internationalen Spendenkampagne aufgebracht werden konnte, vor dem Gang ins Gefängnis bewahrt. Mitte 2018 wurde Brigitte Fuzellier endgültig, da das Kolpingwerk mittlerweile auf eine Berufung verzichtet hatte, von den Vorwürfen freigesprochen. Verhandlungen zur Wiederherstellung ihres guten Rufs und auf Entschädigung wurden kürzlich seitens der Kolpingstiftung einseitig abgebrochen, so dass 1.200 Kleinbauern und Indianer, deren "Arbeitgeber" Frau Fuzellier zuvor war, in ihrer Existenz bedroht sind. Sie hofft nun Investoren zu finden, die sie dabei unterstützen ihr ehemals erfolgreiches Unternehmen wieder aufzubauen, um sofort wieder Arbeitsplätze für Kleinbauern und Indianer zu schaffen.

Die gesammelten Hintergründe zum Umweltskandal der Firma Archer und die dubiosen Geschehnisse um ein Drogenflugzeug, Geldwäsche, Erpressung und Verfolgungen im Zusammenhang mit dem Kolpingwerk, sind im nachfolgenden Video zu sehen:

Sollten Sie auch ein interessantes Erlebnis zum Themenbereich des Sendeformates "ThorsHammer" haben, worüber wir berichten dürfen, schreiben Sie bitte eine Mail an [email protected] 

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