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Apothekerverband und Generikahersteller warnen vor Lieferproblemen bei Antibiotika

Archivmeldung vom 14.02.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.02.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Zuviel des Guten, Antibiotika (=Gegen das Leben)
Zuviel des Guten, Antibiotika (=Gegen das Leben)

Bild: Bernd Kasper / pixelio.de

Bei manchen Antibiotika gibt es Lieferprobleme. "Immer öfter erleben Apotheken, dass es Lieferengpässe bei Medikamenten gibt, die teilweise über Monate anhalten", sagte Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Gestern habe der Großhandel mitgeteilt, dass Metronidazol, ein seit Jahren verwendetes Antibiotikum gegen bakterielle Vaginalerkrankungen und Magen-Darm-Infekte, nicht mehr lieferbar sei. Der Hersteller des Wirkstoffs sei ausgefallen.

Kein Einzelfall: "Seit Weihnachten gibt es massive Probleme mit Piperacillin, ein verbreitetes Antibiotikum, das gegen Klinikkeime eingesetzt wird", so Preis. Der Hersteller-Verband Pro Generika macht Konzentrationsprozesse verantwortlich: "Der Kostendruck auf Generika steigt, die Folge sind Konzentrationsprozesse entlang der Lieferkette bis hin zum Wirkstoffproduzenten."

Bei Piperacillin verblieben zwei große Wirkstoffhersteller in China, die nahezu den gesamten Bedarf deckten. "Die Antibiotikaversorgung in Deutschland hängt de facto am Tropf von China", erklärte Pro Generika auf Anfrage. Das zeige eine Studie von Roland Berger, die der Verband heute vorstellen will.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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