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Neuronen-Östrogen wichtig fürs Gedächtnis

Freigeschaltet am 26.02.2019 um 10:43 durch Thorsten Schmitt
Gehirn-Screen: Rolle von Östrogen genau untersucht.
Gehirn-Screen: Rolle von Östrogen genau untersucht.

Bild: pixelio.de, Rike

Östrogen spielt laut einer Studie des Medical College of Georgia at Augusta University im Gehirn eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Kommunikation der Neuronen und der Entstehung von Erinnerungen. Männer und Frauen produzieren Östrogen. Die Forschung hat bereits nachgewiesen, dass Gehirne sonst über deutlich weniger dichte Dornenfortsätze und Synapsen verfügen. Beide gelten als entscheidende Punkte für die Kommunikation von Neuronen im Vorderhirn.

Aromatase von Bedeutung

Laut dem Team verfügen Mäuse, die kein Östrogen bilden, über ein beeinträchtigtes räumliches Referenzgedächtnis. Das gilt auch für die Wiedererkennungsfähigkeit und das kontextuelle Furchtgedächtnis. Dabei kommt es zu Problemen, sich daran zu erinnern, was gefährlich ist. Werden die Östrogenwerte in diesem Gehirnbereich wiederhergestellt, verbessern sich auch diese Funktionen wieder. Die Forschungsergebnisse wurden im "Journal of Neuroscience" veröffentlicht.

Es ist bekannt, dass Aromatase bei einer Reihe von Arten und auch dem Menschen im Hippokampus und der Großhirnrinde einer Reihe von Arten inklusive dem Menschen gebildet wird. Dieses Enzym wandelt Testosteron in Östrogen um. Kommt es zu einer Blockierung, können laut Forschungsleiter Darrell Brann Gedächtnisprobleme folgen. Brustkrebspatientinnen, die ein Medikament einnehmen, das dieses Enzym blockiert, haben ebenfalls von Problemen mit dem Gedächtnis berichtet.

Vor allem Frauen betroffen

Für die aktuelle Studie wurde die Aromatase im Vorderhirn deaktiviert. Eingeschlossen war dabei der Hippokampus, der bei der Bildung von langfristigen Erinnerungen und dem räumlichen Gedächtnis eine Rolle spielt sowie die Großhirnrinde, die für Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Denken wichtig ist. Die Aromatase wurde nur in den erregenden Neuronen des Vorderhirns entfernt. Sie sind dafür verantwortlich, dass sich zum Beispiel ein Gedanke formt.

Die Aromatase- und Östrogenwerte der Neuronen in diesem Gehirnbereich reduzierten sich zwischen 70 und 80 Prozent. Die behandelten Mäuse verfügten laut Brann über kein so gutes Gedächtnis wie normale Tiere. Zusätzlich wurden umfangreiche Tests mit männlichen und weiblichen Mäusen durchgeführt. Es zeigte sich, dass Gedächtnisprobleme bei weiblichen Tieren ausgeprägter waren. Die Eierstöcke nutzen ebenfalls Aromatase, jedoch in einer etwas anderen Form, um Testosteron in Östrogen umzuwandeln. Vermutet wird, dass sich ein Entfernen der Eierstöcke nicht auf die Östrogenwerte auswirkt. Brann zufolge scheint es hier keine Abhängigkeit zu geben.

Quelle: www.pressetext.com/Moritz Bergmann

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