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Kartellamt sorgt sich um Wettbewerb in der Lebensmittelbranche

Archivmeldung vom 09.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes. Bild: Bundeskartellamt
Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes. Bild: Bundeskartellamt

Kartellamtspräsident Andreas Mundt sorgt sich um den Wettbewerb in der Lebensmittelbranche. "Wir als Wettbewerbsbehörde müssen stetig aufpassen, dass der Wettbewerb auf einem Markt auch erhalten bleibt, der Markt also nicht kippt", sagte Mundt der "Welt".

Seit Monaten schon untersucht das Bundeskartellamt, "ob der Wettbewerb zwischen Lebensmittelhändlern und Herstellern noch in allen Bereichen mit fairen Mitteln geführt wird oder ob wir es bereits mit kartellrechtlich relevanten Fragen zu tun haben", sagte Mundt.

Hintergrund der umfangreichen Sektoruntersuchung ist die hohe Konzentration im Lebensmittelhandel. "Heute konzentrieren sich 85 Prozent des Lebensmittelumsatzes auf gerade noch vier Unternehmen. Ihnen stehen mehrere tausend Lieferanten gegenüber", so Mundt. Immer wieder gingen bei den Bonner Wettbewerbshütern "Beschwerden aus Herstellerkreisen über verschiedene Praktiken des Handels" ein.

Die großen Lebensmittel-Discounter versuchten, so ist in der Branche zu hören, ihre Marktmacht gegenüber kleineren Lieferanten auszunutzen. Mit diesen Vorwürfen beschäftigt sich das Kartellamt jetzt. Mundt betonte, "dass wir eine völlig ergebnisoffene Untersuchung durchführen. Wir wollen den Wettbewerb schützen." Wenn nichts Unvorhergesehenes passiere, "werden wir bis zum Ende dieses Jahres Ergebnisse vorlegen".

Mundt wies zudem Vorwürfe aus der Lebensmittelbranche zurück, seine Behörde verdächtige Unternehmen bereits bei normalen Gesprächen unter Wettbewerbern zweifelhafter Absprachen und lasse die Firmen über die Grenzen des Erlaubten im Unklaren. "In den Fällen, die wir aufgedeckt, verfolgt und schließlich mit Bußgeldern sanktioniert haben, wussten die Beteiligten genau, dass sie sich nicht mehr im Bereich einer normalen Unterhaltung unter Geschäftsfreunden befanden, sondern in der kartellrechtlichen Illegalität", stellte Mundt klar.

Derzeit arbeitet seine Behörde am Aufbau der "Markttransparenzstelle Kraftstoffe" zur Kontrolle der Benzinpreise. Mit Hilfe dieser Datenbank sollen Autofahrer etwa über eine Smartphone-App einen besseren Überblick über den Markt in ihrer Umgebung bekommen. "Ich gehe davon aus, dass die Autofahrer noch im Laufe dieses Jahres in der Lage sein werden, ganz gezielt die jeweils preiswerteste Tankstelle anzusteuern", sagte Kartellamtschef Mundt der Zeitung.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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