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Kartoffelpreise sind im Keller

Archivmeldung vom 29.11.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.11.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: berlin-pics / pixelio.de
Bild: berlin-pics / pixelio.de

Wegen einer sehr guten Ente sind die Preise für Kartoffeln regelrecht in den Keller gerutscht. "Derzeit erhalten die Bauern durchschnittlich nur sieben bis acht Euro pro 100 Kilogramm, wenn sie ihre Speisekartoffeln an den Großhandel verkaufen", sagte Christoph Hambloch, Marktanalyst der Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI) der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung. Vor einem Jahr seien es noch 20 bis 23 Euro gewesen. Das entspricht einem Preisverfall von knapp 70 Prozent. Der wirkt sich - wenn auch nicht in gleicher Höhe - auf die Preise im Supermarkt aus. Dort kostet laut AMI das Kilo Kartoffeln durchschnittlich 63 Cent, vor einem Jahr waren es noch 85 bis 90 Cent.

Die Kartoffelbauern erleben ein Auf und Ab. Noch im Sommer 2013 waren die Notierungen so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr, nun sind die Preise deutlich unter die Produktionskosten eingebrochen. "Während die Ernte 2013 wegen Trockenheit mager ausfiel, hatten wir in diesem Jahr aufgrund optimaler Wetterbedingungen eine Rekordernte", sagte Hambloch. Mit 11,6 Millionen Tonnen wurden in Deutschland rund 800 000 Tonnen Knollen mehr aus dem Boden geholt als im Vorjahr.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)

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