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Bedrohung für den Schoko-Weihnachtsmann: In 20 Jahren wird Schokolade so selten und teuer sein wie Kaviar

Archivmeldung vom 15.12.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.12.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rolf van Melis / pixelio.de
Bild: Rolf van Melis / pixelio.de

Fast zwölf Kilogramm Schokolade essen die Deutschen im Jahr. Wie die Zeitschrift P.M. MAGAZIN (Ausgabe 1/2013) berichtet, könnte sich das bald ändern. Denn der süße Luxus wird knapp, die Kakao-Erträge gehen ständig zurück. "In 20 Jahren ist Schokolade wie Kaviar", sagen Experten. "Sie ist dann so selten und teuer, dass der Durchschnittsbürger sich keine mehr wird leisten können." Die Internationale Kakao-Organisation ICCO in London hat bereits für diesen Herbst die internationale Branche zu einer Konferenz gerufen: 2020 könnten schon 100 000 Tonnen Kakaobohnen fehlen - eine unmittelbare Bedrohung für Schokobrunnen, Schoko-Weihnachtsmänner und Osterhasen.

Laut ICCO sanken in der letzten Saison die Ernten um acht Prozent, für 2012 fehlen geschätzte 71 000 Tonnen. Schuld an der Ebbe sind auch Schädlinge. Pilze wie der Hexenbesen oder die Kakaomotte vernichten in Brasilien und Ostasien ganze Jahreserträge. Vor allem aber durch das soziale Elend in den Anbauländern wird der Schokoladenhahn zugedreht. Die afrikanischen Staaten Elfenbeinküste und Ghana liefern fast drei Viertel der Weltvorräte - Länder, die sich den Anbau eigentlich gar nicht leisten können. Weil es an allem mangelt, werden die Ernten schmaler und schmaler. Darüber hinaus schwebt über den Schoko-Weihnachtsmännern das Damoklesschwert der Erderwärmung. Kakao liebt Temperaturen um 22 bis 25 Grad, wächst in Ghana und der Elfenbeinküste aber bereits bei zu heißen 24 bis 29 Grad heran.

Hilfsprojekte sollen dazu beitragen, die Lage zu verbessern. Aber: "Eine Umfrage, die wir letztes Jahr führten, ergab, dass die mehr als 60 Kakao-Förderprojekte, die es in der Welt gibt, völlig unkoordiniert arbeiten", sagt Michael Segal, Kakaoexperte und Sprecher der ICCO in London. "Die meisten konzentrieren sich auf viel zu kleine, für den Weltmarkt sinnlose Dinge, und nicht zwei Projekte haben dasselbe Ziel."

Quelle: Gruner+Jahr, P.M. Magazin (ots)

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