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"Markt"-Untersuchungen bestätigen: Pferdefleisch in Chili Con Carne von REWE

Archivmeldung vom 18.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Franz Kafka / pixelio.de
Bild: Franz Kafka / pixelio.de

In der REWE-Eigenmarke "Beste Wahl - Chili con Carne" hat ein vom NDR Verbraucher- und Wirtschaftsmagazin "Markt" beauftragtes Labor Pferdefleisch nachgewiesen. REWE hat das Produkt am Sonntag, 17. Februar, aus dem Verkauf genommen, mit der Begründung, es könne Pferdefleisch enthalten.

Stichprobenartig haben "Markt"-Reporter Fertiggerichte eingekauft und von einem akkreditierten Labor auf Pferdefleisch untersuchen lassen. Der Hersteller des positiv auf Pferd getesteten Produktes "Chili con Carne würzig scharf" (REWE) ist die Firma "SCHUHBECKs Geniesser Service" (SGS) aus Laage-Kronskamp in Mecklenburg-Vorpommern. Auf der Verpackung von "Chili con Carne würzig scharf" ist als Fleischzutat Rindfleisch angegeben. Die Fragen von "Markt" zur Herkunft des verarbeiteten Fleisches wollte die Firma zunächst "aus vertraglichen Gründen" nicht beantworten, da es sich um ein Eigenmarkenprodukt von REWE handele. Es werde in den Produkten kein Pferdefleisch verarbeitet, hieß es gegenüber dem NDR noch am Donnerstag. Nach Angaben von REWE hat der Hersteller SGS mittlerweile jedoch zugegeben, er könne nicht ausschließen, dass Anteile von Pferdefleisch enthalten seien.

Für Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg zeigt der Pferdefleischskandal: "Hier haben die Eigenkontrollen der Lebensmittelindustrie versagt". Der Ernährungsexperte fordert einen "lücklosen Herkunftsnachweis auch für Fleisch in Fertiggerichten".

Pferdefleischskandal weitet sich aus: RTL-"EXTRA" findet Anteile im Döner

Der Skandal um falsch deklarierte Fleischprodukte zieht immer weitere Kreise und hat nun nach den Fertiggerichten in Tiefkühltheken deutscher Supermärkte auch die Döner-Buden erreicht. Das RTL-Magazin "EXTRA" hatte am vergangenen Mittwoch in 20 Imbiss-Läden in Leipzig und Berlin Stichproben von Dönerspießen genommen. Das beunruhigende Ergebnis: In einer Probe fand sich ein Anteil von knapp einem Prozent Pferdefleisch. Darüber hinaus enthielten drei weitere Proben bis zu sieben Prozent Schweinefleisch. Das ist besonders für Muslime unannehmbar, das sie kein Schweinefleisch verzehren dürfen und sich darauf verlassen müssen, dass das bei ihnen besonders beliebte Imbissangebot ausschließlich aus Rind oder Schafs-, beziehungsweise Puten- oder Hühnerfleisch besteht.

"EXTRA" hatte für den Test das renommierte Institut für Produktqualität ifp mit Sitz in Berlin beauftragt, DNA-Analysen von den Proben vorzunehmen. Wie es zu den positiven Ergebnissen kommen konnte und wo das falsch deklarierte Fleisch herkommt, zeigt RTL "EXTRA" am Montag um 22.15 Uhr.

Mehr zum Thema in der Sendung "Markt" am Montag, 18. Februar, um 20.15 Uhr im NDR Fernsehen und unter NDR.de/markt.

Quelle: NDR Norddeutscher Rundfunk /  RTL Television GmbH (ots)

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