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Passwörter zum Runterschlucken - online identifizieren mithilfe einer Sensorpille

Archivmeldung vom 16.12.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.12.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Paul-Georg Meister / pixelio.de
Bild: Paul-Georg Meister / pixelio.de

Passwörter für Onlinebanking, Shopping und E-Mail-Accounts sollen möglichst bald von anderen, sichereren, virtuellen Eintrittskarten abgelöst werden. Die Zeitschrift P.M. MAGAZIN berichtet in ihrer Januar-Ausgabe, dass IT-Firmen intensiv an Alternativen zur Identifizierung arbeiten: Schmuck mit integrierter Smartcard, Tattoo-Pflaster aber auch eine Sensorpille, das Passwort zum Runterschlucken, sind derzeit in der Entwicklung.

Durchschnittlich 24 Online-Accounts verwaltet jeder Bundesbürger, benutzt dafür aber maximal sechs verschiedene Passwörter, um seine Daten zu schützen. Professionelle Datendiebe knacken diese problemlos; ein Skandal wie der Datenklau bei Sony aus dem Jahr 2011 ist kein Einzelfall. Im vergangenen Jahr schlossen sich darum verschiedene IT-Unternehmen zu der "Fast IDentity Online Alliance" (FIDO) zusammen. Die Mitglieder, wie der Online-Bezahldienst PayPal oder Google, suchen neue Möglichkeiten zur Authentifizierung im Internet. Michael Barrett, Sicherheitschef bei PayPal und FIDO-Präsident, sagt: "Die Konsumenten wollen etwas, das sicher ist und gleichzeitig einfach zu benutzen, Passwörter sind keines von beiden." Der Kreditkartenanbieter MasterCard will in Zukunft vermehrt auf Fingerabdrücke setzen. Google spielt mit der Idee, Schmuckstücke wie zum Beispiel Ringe mit einer Smartcard zur Identifizierung auszustatten.

Das amerikanische Telekommunikationsunternehmen Motorola sucht auch in angrenzenden Branchen nach Ideen und greift auf Errungenschaften aus der Medizintechnik zurück. Der US-Konzern Proteus Digital Health hat eine Pille mit schluckbaren Sensoren entwickelt. Diese Technologie, die in den USA für medizinische Zwecke bereits zugelassen ist, will Motorola sich zunutze machen und weiterentwickeln, um das übliche Passwort zu ersetzen. Regina Dugan, Entwicklungschefin bei Motorola, erklärt: "Ein winziger Chip mit einem Schalter befindet sich im Inneren dieser Pille. Wenn man sie schluckt, dienen die Magensäuren als Elektrolyte. Sie aktivieren die Pille. Im Prinzip wird der ganze Körper zum Identifikationsschlüssel." Diese Sensorpille könnte irgendwann sogar Auto- und Haustürschlüssel überflüssig machen. Wer eine solche Pille geschluckt hat, kann seine Hände und Arme wie Antennen benutzen - jedes passende Gerät erkennt dann anhand des verschlüsselten Funksignals seinen rechtmäßigen Besitzer.

Quelle: Gruner+Jahr, P.M. Magazin (ots)

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