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Historiker: Schmidts Rolle bei Sturmflut 1962 wird überzeichnet

Archivmeldung vom 18.07.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.07.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Helmut Schmidt Bild: Thaddäus Zoltkowski, on Flickr CC BY-SA 2.0
Helmut Schmidt Bild: Thaddäus Zoltkowski, on Flickr CC BY-SA 2.0

Der Hamburger Historiker Helmut Stubbe da Luz ist der Meinung, dass die Leistungen von Altkanzler Helmut Schmidt (SPD) als Krisenmanager bei der Sturmflut 1962 in Hamburg jahrelang überzeichnet worden seien. "Schmidt hat einen wichtigen Part gespielt damals, aber er war nicht der Held, als der er seither in fast allen populären Biografien gezeichnet worden ist", sagte der Historiker den Hamburg-Seiten der "Zeit".

Der damalige Innensenator der Hansestadt hat immer wieder gesagt, entgegen den Bestimmungen des Grundgesetzes die Bundeswehr zur Hilfe gerufen zu haben. Tatsächlich, so Stubbe da Luz, sei es nicht Schmidt gewesen, der 1962 die Bundeswehr angefordert habe. "Er kam erst um 6:30 Uhr am 17. Februar in seiner Polizeibehörde an. Zu diesem Zeitpunkt waren in Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen schon seit Stunden Hunderte von Soldaten im Einsatz; sogar in Hamburg." Schmidt selbst, aber auch die Medien, hätten das Bild des kühnen Retters über die Jahre immer weiter ausgemalt, sagte Stubbe da Luz, der als Privatdozent an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg arbeitet.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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