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Neue Krankheiten an 2500 Jahre alter „Altai-Prinzessin“ entdeckt

Archivmeldung vom 31.01.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.01.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Princess of Ukok
Princess of Ukok

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Seit über 20 Jahren erforschen russische Archäologen eine Frauenmumie aus der Altai-Region. Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Ur-Einwohnerin Südsibiriens in ihrem kurzen Leben von schweren Krankheiten geplagt wurde – darunter auch von Brustkrebs. Eine tomografische Analyse bringt nun weitere Details ans Licht. Dies berichtet die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik".

Weiter heißt es im Beitrag auf der Webseite: "Über 2.500 Jahre alt ist die Mumie aus dem skythischen Grabhügel vom Ukok-Plateau in Südsibirien. Entdeckt wurde sie 1993 von einem russischen Archäologen-Team. Damalige Untersuchungen haben ergeben, dass die Frau in jungen Jahren verstarb und nur wenige Monate nach ihrem Tod mit speziellen Salben, Wachs und Quicksilber einbalsamiert wurde. Der auf diese Weise mumifizierte Leichnam hat Jahrtausende bis in unsere Zeit überdauert.

Auch die Todesursache war den russischen Forschern bald klar: Brustkrebs. Fünf bis sieben Jahre lang habe die junge Frau unerträgliche Schmerzen ertragen müssen, so die Wissenschaftler. Zudem sei sie in ihren letzten Lebensmonaten vom Pferd gestürzt und habe sich so Verletzungen zugezogen, die sie ans Bett gefesselt hätten – einschließlich eines Schädelbruchtraumas.

Jetzt haben die Archäologen aus Russland weitere Details über den Gesundheitszustand der „Prinzessin von Altai“ im russischen Fachmagazin „Nauka is perwich ruk“ (zu Deutsch: „Wissenschaft aus erster Hand“) veröffentlicht. Demnach weise ihr Bewegungsapparat Spuren von Osteomyelitis auf – einer Knochenentzündung infolge einer schlimmen Infektion. Diese ist nach Ansicht der Archäologen auch eine mögliche Ursache für die Wirbelentzündung, an der die Frau litt. Zudem seien die Kniegelenke der „Prinzessin“ stark beschädigt.

„Das harte Klima des Altai-Hochlands und die Lebensweise der Pasaryk, eines Nomadenvolkes aus der Region, sind für die derart starke Abnutzung des Organismus maßgeblich gewesen – sowohl bei der jungen Frau als auch bei ihren Stammesgenossen“, heißt es in der Mitteilung der Wissenschaftler. Die Lage des Volkes sei dadurch erschwert worden, dass es in der Altai-Region nicht heimisch und somit nicht an die dortigen Lebensbedingungen angepasst gewesen sei.

Die Mumie ist im September 2012 in einem gepanzerten Sarkophag in ein Nationalmuseum in der Altai-Region überführt worden. Die indigen Völker der Region fordern indes die erneute Bestattung ihrer „Prinzessin“. Dass sie ihrer letzten Ruhe beraubt worden sei, sorge in der Region für Erdbeben, Überschwemmungen und weitere Naturkatastrophen, heißt es."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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