Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Berichte Zeitgeschichte Kelten, Römer und alte Griechen: Deutschlands älteste Städte

Kelten, Römer und alte Griechen: Deutschlands älteste Städte

Archivmeldung vom 10.06.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.06.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Die Innenstadtseite der Porta Nigra.
Die Innenstadtseite der Porta Nigra.

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Kempten und Augsburg streiten sich seit langen um den Titel der ältesten Stadt in Bayern. Der sensationelle Fund aus der Römerzeit, über den die Archäologen am Dienstag berichtet hatten, scheint nun den Gewinner zu bestimmen. SNA präsentiert Ihnen die ältesten Städte Deutschlands, und zwar in Bezug auf deren Geschichte und Bevölkerung.

Weiter ist auf deren Webseite dazu folgendes zu lesen: "Mehr als 400 Kilogramm Münzen, Waffen, Werkzeuge und Schmuck sind im Augsburger Stadtteil Oberhausen entdeckt worden. Laut Archäologen handelt es sich dabei um den bislang ältesten Militärstützpunkt der Römer in Bayern, teilte das Portal BR24 am Dienstag mit. Um den Titel der ältesten Stadt im Freistaat streiten sich seit langem Augsburg und Kempten, schreibt die Schwäbische Zeitung. Der antike griechische Geograph Strabon habe um das Jahr 20 nach Christus die Arbeit an seinen „Geographika“, historischen Beschreibungen der Welt, beendet und für das heutige Deutschland allein das keltische Kambodounon und spätere Cambodunum der Römer als Polis (das griechische Wort für Stadt) genannt, weisen die Kemptener hin. Die neuen Ausgrabungen in Augsburg zeigen, dass es sich bei dem Militärlager um den ältesten römischen Standort in Bayern handelt, so die Archäologen. Anhand der Münzen und der Keramikreste konnten die Wissenschaftler bereits eingrenzen, dass das Lager in den Jahren 8 bis 5 vor Christus gebaut worden sein muss.

Eine amtlich bestätigte „älteste Stadt Deutschlands“ gibt es bis jetzt aber nicht. Hier sind einige davon, die diesen Titel genauso wie die beiden erwähnten bayerischen Städte für sich beanspruchen:

Andernach

Die rheinland-pfälzische Stadt Andernach hat im Jahr 1988 ihr 2000-jähriges Bestehen gefeiert. Historiker behaupten, dass sich auf dem Gebiet der heutigen Stadt spätestens seit dem 3. Jahrhundert vor Christus eine keltische Siedlung befand.

Trier

Eine andere Stadt in Rheinland-Pfalz wurde vor mehr als 2000 Jahren unter dem Namen Augusta Treverorum (ab der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts Treveris) gegründet. Das heutige Trier beruft sich dabei auf die längste Geschichte als bereits von den Römern anerkannte Stadt, im Gegensatz zu einer Siedlung oder einem Heerlager.

Neuss

Sein 2000-jähriges Jubiläum feierte die nordrhein-westfälische Stadt Neuss im Jahr 1984. Sie ist für ihre römische Vergangenheit bekannt. Bereits um das Jahr 16 vor Christus sollen römische Soldaten an der Mündung der Erft in den Rhein, etwa 2,5 Kilometer südöstlich der heutigen Altstadt, eine Befestigung aus Holz und Erde errichtet haben, so das Portal Novaesium.

Worms

Das von den Kelten gegründete Worms in Rheinland-Pfalz ist der deutsche Vertreter im Most Ancient European Towns Network (deutsch: Arbeitskreis der ältesten Städte Europas), das im Jahr 1994 gegründet wurde. Dem Arbeitskreis, der sich als Netzwerk für nicht offizielle Form der Kooperation versteht, gehören folgende zehn Städte an: Argos (Griechenland), Béziers (Frankreich), Cádiz (Spanien), Colchester (Großbritannien), Cork (Irland), Évora (Portugal), Maastricht (Niederlande), Roskilde (Dänemark), Tongern (Belgien) und Worms (Deutschland).

Die Region um Worms wurde bereits vor 7000 Jahren besiedelt, behauptet das Portal Worms-erleben. „Die Kelten gaben der Stadt ihren ältesten Namen „Borbetomagus“, die Römer bauten hier ein Kastell und brachten den Wein nach Worms“, heißt es weiter. Auch Alemannen und Franken hinterließen ihre Spuren.

Was aber das Durchschnittsalter der Bewohner deutscher Städte und Landkreise betrifft, so gibt es hier offizielle statistische Angaben. Die älteste Region Deutschlands ist die thüringische Stadt Suhl, teilte Anfang 2021 das Portal Statista mit. Demnach liegt hier das Durchschnittsalter bei 50,8 Jahren. Auf Platz zwei liegt die Stadt Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt mit einem Durchschnittsalter von 50,4 Jahren. Dann folgt der thüringische Landkreis Altenburger Land – die Einwohner dieses Ortes sind durchschnittlich 50,3 Jahre alt.

Die jüngsten Regionen Deutschlands sind dagegen Heidelberg (40,4 Jahre), ebenso die baden-württembergische Stadt Freiburg im Breisgau (40,6 Jahre) und das hessische Offenbach am Main (40,7 Jahre)."

Quelle: SNA News (Deutschland)

Videos
Inelia Benz: Raumschiff Erde – und Du bist der Kapitän!
Inelia Benz: Raumschiff Erde – und Du bist der Kapitän!
Gandalf Lipinski: Ausstieg aus dem Patriarchat (Teil 3)
Gandalf Lipinski: Ausstieg aus dem Patriarchat (Teil 3)
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte hecht in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige