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Stammt Stonehenge ursprünglich aus Wales?

Archivmeldung vom 06.07.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.07.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Stonehenge (Symbolbild)
Stonehenge (Symbolbild)

Bild: © CC0 / Freesally / Pixabay

Forschungen zufolge kann das steinzeitliche Monument Stonehenge jahrhundertelang in Wales gestanden haben. Hat etwa der sagenhafte Zauberer Merlin die Steine 225 Kilometer weit nach England versetzen lassen? „SNA News“ fragt daraufhin nach.

Weiter heißt es diesbezüglich auf deren deutschen Webseite: "Eine 900 Jahre alte Legende besagt, dass Stonehenge früher an anderer Stelle stand. Die Entdeckung eines demontierten Steinkreises in Westwales lässt vermuten, dass diese Geschichte ein Körnchen Wahrheit enthält. Das geht aus einem Artikel hervor, der in der archäologischen Fachzeitschrift „Antiquity“ veröffentlicht wurde. Die spektakulären Erkenntnisse könnten die mittelalterliche Legende teilweise bestätigen, wonach der Zauberer Merlin einst einen magischen Steinkreis namens „Giants' Dance“ (Tanz der Riesen) aus irischem Herrschaftsgebiet fortschaffte und in England wieder aufstellen ließ.

Felsblöcke wurden 225 Kilometer weit transportiert

Wie die Deutsche Presse-Agentur (DPA) berichtet, stammen die als Megalithen bezeichneten riesigen Felsblöcke in Stonehenge aus einem Steinbruch im Südwesten von Wales. Die sogenannten Blausteine wurden also in jedem Fall rund 225 Kilometer Luftlinie weit transportiert. Den Wissenschaftlern zufolge wurden ganz in der Nähe des Steinbruchs Spuren entdeckt, die auf eine ähnliche Anlage hindeuten, wie sie seit etwa 5000 Jahren in der englischen Grafschaft Wiltshire steht – nur, dass die Steine offenbar entfernt wurden. Der Graben, der den Steinkreis von Waun Mawn einst umgab, entspricht mit 110 Metern zudem genau dem Radius des Grabens in Stonehenge. Beide Kreise sind auf den Sonnenaufgang zur Sommersonnwende ausgerichtet.

Steine passen „wie ein Schlüssel ins Schlüsselloch“

Die Archäologen entdeckten bei der Anlage in Wales eine ganze Reihe von ehemaligen Löchern, die genau auf die Stonehenge-Megalithen passen, in einem Fall sogar „wie ein Schlüssel ins Schlüsselloch“, zitierte der „Guardian“ die Wissenschaftler. Datierungen aus dem Steinbruch ergaben zudem, dass die Stonehenge-Felsblöcke Jahrhunderte vor der Errichtung des weltberühmten Monuments herausgebrochen wurden – zeitgleich mit der Errichtung des Steinkreises von Waun Mawn.

Bereits vor rund 100 Jahren hatte der Geologe Herbert Thomas laut DPA vermutet, dass die Megalithen von Stonehenge schon Teil eines früheren Heiligtums in Wales waren. Nun scheint sich diese Theorie zu bestätigen. „Ich forsche seit 20 Jahren über Stonehenge und das ist wirklich das Aufregendste, was wir jemals gefunden haben“, zitierte der „Guardian“ den leitenden Archäologen der Untersuchung Mike Parker Pearson vom University College London."

Quelle: SNA News (Deutschland)


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