Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Berichte Zeitgeschichte Forschungsverbund SED-Staat: Mauer hat DDR gesichert

Forschungsverbund SED-Staat: Mauer hat DDR gesichert

Archivmeldung vom 11.08.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.08.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Her-life.com  / pixelio.de
Bild: Her-life.com / pixelio.de

Klaus Schröder vom Forschungsverbund SED-Staat sagt, dass der Mauerbau nötig gewesen sei, um die DDR zu sichern. "Die Mauer ist das Ergebnis, um das Überleben einer sozialistischen Diktatur, die von russischen und deutschen Kommunisten gegründet wurde, zu sichern", erklärte Schröder im Deutschlandfunk. Dieser Staat sei nicht überlebensfähig gewesen, er musste aber aufrechterhalten werden.

"Es geht hier einfach darum, die sozialistische Diktatur war am Ende, die Mehrheit der Bevölkerung hat sich nicht überzeugen lassen, dass der Sozialismus lohnenswert ist", sagte Schröder. Man habe verhindern wollen, dass die Menschen, die Freiheit und Wohlstand wollten, gehen konnten. Und die meisten Mitglieder der Links-Partei "tragen die DDR im Herzen". "Es ist ihr Staat gewesen, deshalb möchten sie, können sie sich das Eingeständnis nicht leisten, dass die Mauer das Symbol des Scheiterns des Sozialismus ist", erklärte Schröder.

Linken-Parteichefin Lötzsch führt Mauerbau auf 2. Weltkrieg zurück

Die Vorsitzende der Linken, Gesine Lötzsch, hat den Mauerbau am 13. August 1961 auf den 2. Weltkrieg zurückgeführt. In diesem Jahr gebe es zwei Jahrestage, "die eng mit einander verbunden sind", sagte Lötzsch der "Saarbrücker Zeitung" (Mittwochausgabe). Nämlich der 70. Jahrestag des Überfalls Deutschlands auf die Sowjetunion und der 50. Jahrestag des Mauerbaus. "Die Teilung Deutschlands war ein Ergebnis des 2. Weltkrieges".

Weitere Gründe zum Entstehen der Mauer nannte die Politikerin nicht. Für die Linke sei klar, dass sie einen demokratischen Sozialismus ohne Mauern wolle. "Eine gerechte Gesellschaft ist nur möglich, wenn die Mehrheit das will", betonte Lötzsch und ergänzte: "Wir haben aus der Geschichte gelernt".

Wie die "Saarbrücker Zeitung" zudem berichtet, werden am Sonnabend als prominente Links-Politiker der Parteivorsitzende Klaus Ernst und die Vizepräsidentin des Bundestages, Petra Pau, an der zentralen Gedenkfeier mit Bundespräsident Christian Wulff teilnehmen. Sie findet an der Mauergedenkstätte Bernauer Straße in Berlin statt.

FDP-Generalsekretär Lindner kritisiert Lötzschs Äußerungen zum Mauerbau

FDP-Generalsekretär Christian Lindner hat die Äußerungen der Vorsitzenden der Linken, Gesine Lötsch, zum Mauerbau kritisiert. "Gesine Lötzsch versteht sich offenbar als letzte Regierungssprecherin der DDR", sagte Lindner. Sie verharmlose und rechtfertige geradezu den Bau der Mauer. "Frau Lötzsch verhöhnt damit all die Menschen, denen die Mauer jahrzehntelang die Freiheit geraubt, die Familie genommen oder gar das Leben gekostet hat", so der FDP-Generalsekretär weiter. Bei ihrer Suche nach dem neuen Kommunismus habe sie sich offenbar völlig verrannt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

 

Videos
Für wen sind landesweit Internierungslager in Kanada geplant?
Für wen sind landesweit Internierungslager in Kanada geplant?
Die Wahrheit über Impfstoffe - Del Bigtree im Gespräch
Die Wahrheit über Impfstoffe - Del Bigtree im Gespräch
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte bochum in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige