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USA: Neue Akten zum Kennedy-Attentat offengelegt

Archivmeldung vom 16.12.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.12.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Das Flugblatt in Form eines Steckbriefs
Das Flugblatt in Form eines Steckbriefs

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Nationalen Archive der USA haben neue Dokumente zum Attentat auf den 35. Präsidenten der USA, John F. Kennedy, veröffentlicht, schreibt das russische online Magazin "Sputnik".

Weiter heißt es im Beitrag: "Mehr als 3500 Dokumente wurden offengelegt. Seit Juli 2017 wurden insgesamt etwa 34.000 Materialien zum Kennedy-Attentat publik gemacht. Der veröffentlichte Bestand ist der sechste und letzte in diesem Jahr.

Die Nationalen Archive verweisen auf ihrer Webseite darauf, dass alle Dokumente publik gemacht wurden, die ab 1992 per Gesetz zugänglich gemacht werden sollten. Weitere 88 Dokumente sollten vor der Offenlegung von Experten verschiedener Behörden geprüft werden.

Im Oktober hatte US-Präsident Donald Trump versprochen, Einsicht in alle Dokumente zum Attentat auf John F. Kennedy zu gewähren.

USA planten Kriegsprovokation gegen Sowjetunion

Und so sorgen die jüngst veröffentlichten Kennedy-Geheimakten für Schlagzeilen. Nun hat sich herausgestellt, dass Washington 1962 die Anzettelung eines Krieges gegen die Sowjetunion mittels einer Provokation in Erwägung zog.

Wie aus dem auf der Webseite der Nationalen Archive der USA veröffentlichten Dokument hervorgeht, erwog Washington damals die Schaffung bzw. den Erwerb sowjetischer Flugzeuge von Drittländern, und zwar mit dem Ziel, diese für Angriffe auf Stützpunkte der USA oder ihrer Verbündeten zu nutzen. Dies sollte als Vorwand für die Entfaltung eines Kriegs gegen die Sowjetunion dienen.

Das Nachrichtenportal „The Daily Caller“ schreibt unter anderem unter Berufung auf die CIA-Enzyklopädie von Jan Goldman, der Bericht gehöre zum Protokoll des Treffens einer „Spezialgruppe“ vom 22. März 1962. Dort sei ein Thema besprochen worden, das von Generalstaatsanwalt Robert Kennedy eingebracht worden sei. Dabei sei es um die Möglichkeit der Entwicklung oder der Erwerbung sowjetischer Flugzeuge durch die USA gegangen. Unter den Teilnehmern des Treffens seien Generalstaatsanwalt Robert Kennedy, Präsident John F. Kennedy, Staatssekretär Dean Rusk, CIA-Chef John McCone, Sicherheitsberater des Präsidenten McGeorge Bundy und der Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff Lyman Lemnitzer gewesen.

Dazu gab es laut der bislang geheimen Akte drei Möglichkeiten:

  • Für eine Täuschungsoperation, um feindliche Flugzeuge im Himmel zu verwirren
  • Oder auch für eine Provokationsoperation, bei der sowjetische Flugzeuge angeblich Objekte der USA oder ihrer Verbündeten angreifen würden

Die letzte Möglichkeit sollte dabei als „Ausrede für eine US-Intervention dienen“.

Bereits im Jahr 2001 hatte der Historiker Robert Dallek in seinem Buch „An Unfinished Life: John F. Kennedy, 1917-1963“ die Möglichkeit einer sogenannten False-Flag-Operation (dt.: Operation unter falscher Flagge) mit sowjetischen Flugzeugen beschrieben . Im Buch war jedoch die Rede davon, dass die Idee vom damaligen CIA-Direktor McCone stammte.

Die Nationalen Archive der USA hatten zuvor im Oktober einen weiteren Bestand von fast 11.000 Dokumenten, die mit dem Mord an Kennedy verbunden sind, publik gemacht. Die jüngste Publikation ist bereits die fünfte. Insgesamt sind nun mehr als 20.500 Materialien zu diesem Fall der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

Unter anderem wurde durch die Dokumente bekannt, dass Jack Ruby, der Lee Harvey Oswald – den Hauptverdächtigen im Fall des Mordes an John F. Kennedy – erschossen hatte, von der Vorbereitung des Attentats auf den 35. Präsidenten der USA gewusst haben könnte.

Kennedy war 1963 in Dallas ermordet worden. Sein mutmaßlicher Mörder, Lee Harvey Oswald, wurde einige Tage später in Polizeigewahrsam vom Nachtclubbesitzer Jack Ruby erschossen. Die Ermittler kamen zum Schluss, dass Oswald als Einzeltäter agiert hatte. Jedoch gibt es zahlreiche alternative Theorien, die bis heute offiziell nicht bestätigt worden sind.

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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