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Great Reset: Seit 1950ern in den USA geplant

Archivmeldung vom 03.08.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.08.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Pixabay; Wikimedia: World Economic Forum CC BY-SA 2.0; Komposition: Wochenblick / Eigenes Werk
Bild: Pixabay; Wikimedia: World Economic Forum CC BY-SA 2.0; Komposition: Wochenblick / Eigenes Werk

Kürzlich habe ich ein Meme gesehen „Ohne WEF kein Great Reset“. Das ist falsch, die Idee, das Konzept und die Durchführung des Great Reset stammen nicht vom WEF und auch nicht aus europäischen Quellen. Es ist auf die USA und die dortige Politik bestimmende Finanzkapitalisten zurückzuführen. Dies berichtet Dr. Peter F. Mayer im Magazin "Wochenblick.at".

Weiter berichtet Dr. Mayer: "Das WEF ist nur ein Aushängeschild, das von den eigentlichen Machthabern wie Rockefeller Stiftung, Ford Stiftung, den Vermögensverwaltern wie BlackRock oder Vanguard und den anderen Organisationen der diversen westlichen Oligarchen ablenken soll.

Der WEF, das World Economic Forum in Davos, ist eine der Organisationen, die als Koordinierungs- und Kommunikationszentrale dienen. Ein anderes ist das Council for Inclusive Capitalism und in den vergangenen zweieinhalb Jahren stark in den Vordergrund gerückt ist die WHO, die aber eher eine Spezialaufgabe hat.

Das älteste und wahrscheinlich noch immer mächtigste Gremium ist das Council on Foreign Relations (CFR). Die Swiss Policy Research wird hier und in einigen weiteren Artikeln grundsätzlich beschrieben. Teil davon ist die Bestimmung der Präsidenten und Regierungsmitglieder und die großen Linien der Politik der USA. Ein weiterer wichtiger Teil ist der Einfluss auf die internationale Medienlandschaft.

Wie die Propaganda-Matrix funktioniert, der wir nicht erst seit 2020 ausgesetzt sind, kann man in der exzellenten Analyse auf Swiss Policy Research nachlesen. Es wird „dargestellt, wie der CFR [Council on Foreign Relations] einen in sich weitgehend geschlossenen, transatlantischen Informationskreislauf schuf, in dem nahezu alle relevanten Quellen und Bezugspunkte von Mitgliedern des Councils und seiner Partnerorganisationen kontrolliert werden. Auf diese Weise entstand eine historisch einzigartige Informationsmatrix, die klassischer Regierungspropaganda autoritärer Staaten deutlich überlegen ist, indes durch den Erfolg unabhängiger Medien zunehmend an Wirksamkeit verliert.“ Das CFR steuert die Außenpolitik der USA und bestimmt die Präsidenten und entscheidenden Politiker. Ableger gibt es weltweit, wie etwa in Europa die Bilderberg-Gruppe, während für Ostasien von CFR-Präsident David Rockefeller und CFR-Direktor Zbigniew Brzezinski 1972 zusätzlich die Trilaterale Kommission gegründet wurde.

Die Interessen, die das CFR umsetzt sind die des Finanzkapitals und der US-Oligarchen, sowie der Oligarchen in verbündeten Staaten. Mehr zu dessen Rolle hat der führende Ökonom Michael Hudson in einem Interview mit Danny Haiphong erläutert. Die deutsche Übersetzung dieses spannenden Interviews ist hier nachzulesen.

Die WEF Gründung in den USA Anfang 1960

Die Geschichte des WEF beginnt mit der Studienzeit von Schwab in Harvard, USA, in den 1960er Jahren. Das Weltwirtschaftsforum war – wie früher berichtet – nicht einfach die Idee von Klaus Schwab, sondern entstand aus einem von der CIA finanzierten Harvard-Programm, das von Henry Kissinger geleitet und von John Kenneth Galbraith und dem „echten“ Dr. Strangelove, Herman Kahn, vorangetrieben wurde.

Die Geschichte wurde recherchiert von Johnny Vedmore, der sie in Unlimited H angout veröffentlicht hat.

Die aufgezeichnete Geschichte des Weltwirtschaftsforums wurde so gestaltet, dass der Anschein erweckt wird, die Organisation sei eine rein europäische Schöpfung, aber das ist nicht der Fall. Tatsächlich hatte Klaus Schwab ein amerikanisches politisches Eliteteam, das im Verborgenen arbeitete und ihn bei der Gründung, der in Europa ansässigen globalistischen Organisation, unterstützte.

Mit den jüngsten Maßnahmen zur Zerschlagung des Bauernstandes, der Anstrengungen zur Umwandlung der Landwirtschaft in industrielle Großproduktion sowie den weltweiten massiven Protesten dagegen, sind Landwirtschaft und Ernährung in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. „Reset the Table“ ist Bestandteil des „Great Reset“ und man glaubt offenbar es im Windschatten der Corona Maßnahmen und der massiven Verwerfungen durch die Sanktionen gegen Russland rasch durchziehen zu können.

Green Deal

Mit welchen Methoden gearbeitet wird und was die Folgen sind, ist hier zu Indien und hier zum EU Green Deal nachzulesen.

Der Bestsellerautor, renommierte Ethnologe und Kulturanthropologe Wolf-Dieter Storl beschreibt in seinem Buch „Mein amerikanischer Kulturschock“ wie an der Universität in Ohio versucht wurde, ihn für einen Teil der Umsetzung des „Great Reset“ anzuwerben. Wegen seines ausgezeichneten Studienerfolgs sollte er zu Beginn der 1960er an einem Spezialprogramm teilnehmen. Er beschreibt die drei Maßnahmen, mit denen der damalige Präsident John F. Kennedy die Initiative ergriffen hatte:

„Dazu gehörte erstens das zivile Friedenskorps, das Peace Corps, jenes Entwicklungshilfeprogramm, das junge amerikanische Freiwillige in rückständige Länder entsendet um Brunnen zu graben, Windräder zu bauen, Kinder zu impfen, Medizin auszuteilen und andere gute Dinge zu tun, um die Herzen und Köpfe der Menschen zu gewinnen. ….

Als zweite Säule wurde die militärische Eliteeinheit, die Green Berets, aufgestellt, deren Aufgabe es war mit verdeckten Operationen die roten Guerillas zu neutralisieren, widerspenstige Bürgermeister, die dem Fortschritt im Wege stehen, umzulegen und Sabotageakte auszuführen.

„Und die dritte Säule werden die Fortschritte im Bereich der Landwirtschaft sein. Wir müssen – erklärte der Professor [der Storl in das Programm einwies] – die Hochertragssorten, das ‚Wundersaatgut‘ (miracle seed), das von dem Pflanzenzüchter Dr. Norman Borlaug in Zusammenarbeit mit der Rockefeller Stiftung und der Ford Stiftung entwickelt wurde, den rückständigen Bauern in Afrika, Asien und Südamerika zukommen lassen. … um das durchzuführen, braucht es eine junge Elite, die in dem Bereich forscht, unterrichtet oder in den Ländern selbst aktiv wird, um die Grüne Revolution (sic!) und die dazugehörige Bodenreform zu organisieren sowie die notwendigen Kredite für Saatgutbeschaffung, den Kauf von Bewässerungspumpen, Landmaschinen, Pestiziden, Herbiziden, und Kunstdünger zu managen.

In anderen Vorträgen wurden wir in die ‚Visionen‘ jener Weisen eingeweiht, deren Aufgabe es ist die Welt zu lenken. Wir erfuhren, dass weltweit, auch in den USA, die Landwirtschaft umstrukturiert werden müsse. Es gebe viel zu viele kleine Farmer. … Nur große Agrarkonzerne, Massentierhaltung und maschinengerechte Monokulturen würden den Anforderungen der Zukunft gerecht.“

Nochmal: Das war 1961, nicht 2015 oder 2020. Es ist auch weder überraschend noch unerwartet. Die kapitalistische Produktionsweise versucht sich überall durchzusetzen, auch die landwirtschaftliche Produktion soll industrialisiert werden. Und das weltweit unter der Führung der USA, die durch den Weltkrieg die dominierende Macht geworden waren. Und wenn sich jemand zu wehren versucht – dafür gibt es die ‚Green Berets‘ die mittlerweile schon in sehr vielen Ländern aktiv waren und noch immer sind.

Die Erfindung der Corona Pandemie, des Affenpocken Gesundheitsnotstandes, der Putsch gegen die Regierung der Ukraine im Jahr 2014 und die darauf folgenden Kriege, die jetzt in den Sanktionen gemündet sind, scheinen den Plänen, wie sie Storl schildert einen großen Sprung vorwärts zu ermöglichen.

Aber „die ‚Visionen‘ jener Weisen, deren Aufgabe es ist die Welt zu lenken“ gingen noch erheblich weiter.

„Ein weltweit vernetztes Produktions- und Handelssystem würde entstehen müssen. Wobei sich die Regionen auf jeweils eine Monokultur oder ein Agrarprodukt spezialisieren könnten, etwa Nordamerika auf die Mais- und Weizenproduktion, Frankreich auf Wein, Ghana auf Kakao, Brasilien auf Soja und so weiter. Durch die gegenseitige Abhängigkeit würden die Voraussetzungen für den Weltfrieden – selbstverständlich unter der Führung der USA – gewährleistet. …

Ein anderer Experte klärte uns auf über die Notwendigkeit die Weltbevölkerung zu begrenzen, wenn nicht gar zu vermindern.“

Globaler Führungsanspruch

Nochmals: Das war 1960! Und es ist heute aktueller denn je. Die „Begrenzung“ der Weltbevölkerung, wenn nicht gar ihre Verminderung scheint jetzt dank der C19-mRNA-Impfstoffe in Schwung gekommen zu sein.

Klarerweise braucht man eine technokratische Elite, die auch die schnellen technologischen Innovationen umsetzen und steuern kann. Diese lässt sich nur von der „Wissenschaft“ und der Vernunft leiten, aber nicht von irgendwelchen Träumereien.

Die Vertreter der werdenden „technokratischen Elite“ die Storl in dem Programm kennenlernte, „waren auch nicht unbedingt mein Fall. Die Witze, die sie erzählten, fand ich gar nicht so lustig, sondern eher krank. Einer der Teilnehmer, der Sohn eines Agrarunternehmers, erzählte etwa, wie man am besten den Geschlechtsverkehr mit Schafen bewerkstelligte. …“ Weitere Details und das Beispiel eines anderem Kommilitonen will ich unseren TKP-Lesern gar nicht zumuten.

Storl stieg nach zwei weiteren Quartalen aus. Schwab machte offenbar weiter. Mit dem WEF, das er mit Hilfe der CIA gründete, ist er ja bisher durchaus erfolgreich. Es ist aber keine selbständige Institution von Schwab, sondern führt aus was in den 1950er Jahren und Anfang 1960 geplant wurde.

In der Landwirtschaft wurde weltweit bereits sehr viel umgesetzt, was Storl beschreibt. Monokulturen, patentiertes Saatgut, Herbizide, Pestizide, Gentechnik – all das ist weit verbreitet wie die Stiftungen von Ford und Rockefeller es schon knapp nach dem WK II vorbereitet haben. Hier ist eine Beschreibung wie gut das funktioniert hat und wie es dem Finanzkapital immer mehr Kontrolle über die weltweite Landwirtschaft verschafft hat.

Letztlich geht es um die Schaffung einer Eine-Welt-Regierung, was aber wohl an der Hybris der USA und der Finanzkapitalisten scheitern wird. Jüngstes Anzeichen dafür ist zum Beispiel die Abwendung der arabischen Welt von den USA hin zu Russland und China. Der US-Präsident ist bei seinem kürzlichen Besuch in Saudi-Arabien mehr als kühl aufgenommen worden und mit seinen Wünschen abgeblitzt.

Ganz gut dazu passend ist die Einschätzung der jetzigen Situation des Analysten und Autors Ernst Wolff:

Quelle: Wochenblick

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