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Lange Haftstrafen für Angeklagte wegen Drogenschmuggels über russische Botschaft in Argentinien

Archivmeldung vom 21.01.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.01.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Der Unternehmer Andrei Kowaltschuk während der Verlesung des Urteils am 20. Januar 2022 im Bezirksgericht Dorogomilowo in Moskau
Der Unternehmer Andrei Kowaltschuk während der Verlesung des Urteils am 20. Januar 2022 im Bezirksgericht Dorogomilowo in Moskau

Bild: Sputnik

Der diplomatische Skandal um den Fund mehrerer Kilogramm Kokain auf dem Gelände der russischen Botschaft in Argentinien hat Ende 2017 weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Nun müssen die vier Angeklagten für viele Jahre ins Gefängnis. Sie haben auch Bußgelder zu zahlen. Dies berichtet das Magazin "RT DE".

Weiter berichtet RT DE: "Am 20. Januar hat ein Gericht in Moskau die vier Angeklagten wegen des versuchten Drogenschmuggels über die russische Botschaft in Argentinien zu langen Haftstrafen verurteilt. Am Donnerstag bekam der Hauptangeklagte Andrei Kowaltschuk 18 Jahre Gefängnis. Außerdem erlegte ihm das Gericht eine Geldstrafe in Höhe von 1,8 Millionen Rubel oder umgerechnet knapp 21.000 Euro auf.

Seine Komplizen Ischtimir Chudschamow, Wiktor Kalmykow und Ali Abjanow, der früher in der diplomatischen Vertretung Russlands in Buenos Aires als Verwalter gearbeitet hatte, wurden zu 13, 16 beziehungsweise 17 Jahren Haft verurteilt. Darüber hinaus belegte das Gericht sie mit Geldbußen in Höhe von 10.400 Euro, 11.500 Euro beziehungsweise 18.500 Euro.         

Der Anwalt des Unternehmers Kowaltschuk sagte der Nachrichtenagentur Interfax, sein Mandant werde in Berufung gehen. Am 13. Dezember 2021 hatte ein Geschworenengericht die Angeklagten für schuldig befunden. Diese erkannten ihre Schuld nicht an. Kowaltschuks Verteidiger zufolge sieht sich sein Mandant als Opfer einer Provokation, die die argentinische Polizei mit der Unterstützung durch US-Geheimdienste organisiert habe, um die russische diplomatische Vertretung in Misskredit zu bringen. Die in Buenos Aires seinerzeit gefundenen Koffer hätten Kaffee, Alkohol, Geschenke und persönliche Gegenstände anstelle von Rauschgift enthalten.

Vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB hieß es nach dem Urteil am Donnerstag, dass die Behörde weiterhin nach möglichen Komplizen sowohl in Russland als auch im Ausland suche. Die Ermittlung laufe weiter.

Der Fall hatte im Dezember 2017 weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Nach Angaben der Ermittler wurde im Zuge eines internationalen Sondereinsatzes ein russischer Drogenhändlerring ausgehoben. Drei Angehörige des Netzwerks wurden in Moskau auf frischer Tat gefasst, als sie eine mutmaßliche Drogenlieferung entgegennahmen. Diese war zuvor in der russischen Botschaft in Buenos Aires entdeckt und vollständig durch Mehlpakete ersetzt worden. Insgesamt wurden im Rahmen des Einsatzes mehr als 360 Kilogramm Kokain beschlagnahmt, der für den russischen oder europäischen Markt bestimmt gewesen sein könnte.

Der mutmaßliche Drahtzieher des Schmuggels Kowaltschuk war wegen ähnlicher Vorwürfe in Abwesenheit von Russland auf die internationale Fahndungsliste gesetzt worden. Im März 2018 wurde er in Berlin festgenommen, woraufhin er Ende Juli auf Antrag der russischen Generalstaatsanwaltschaft nach Moskau ausgeliefert und dort in Haft genommen wurde."

Quelle: RT DE

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