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Pokern: Eröffnen Sie Ihr eigenes Casino (Teil 3)

Archivmeldung vom 14.02.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.02.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: GoMoPa
Bild: GoMoPa

Warum überhaupt noch pokern, wenn man Gewinne mit Garantie einstreichen kann? Der Finanznachrichtendienst gomopa.net sagt, wie man ganz legal Chef eines Online-Casinos wird.

Auch wenn man von Glücksspielen spricht, so haben Casinospiele doch sehr wenig mit einem Glücksfaktor zu tun. Vielmehr steht fest beziehungsweise kann berechnet werden, wie hoch die Gewinne des Casinos ausfallen. Zwar handelt es sich dabei hauptsächlich um reine Wahrscheinlichkeiten, aber auch diese folgen Gesetzen. Bisher ist es noch keinem gelungen, auf lange Sicht gegen diese Gesetze etwas auszurichten.

Ähnlich bei Automatenspielen in der Kneipe oder auch beim Lotto und Totto: Die prozentuale Ausschüttung ist Teil des Systems. Mehr gibt es einfach nicht. Weshalb die Eigner oder Ausrichter genau wissen, dass sie beim Spiel niemals verlieren können.

Daher beteiligt sich der Staat gern an Glücksspielen. In Deutschland so gern, dass es in gewissen Bereichen per Gesetz keine Konkurrenz zum Ausrichter Staat geben darf oder nur solche Konkurrenz, die in exakt vorgeschriebenen Quoten Gewinne an den Staat durchreicht. Natürlich dient diese Oberhoheit nur dem Wohl der Spieler - so heißt es. Damit die Suchtgefährdung in Zaum gehalten werden kann. Eine wenig glaubwürdige Behauptung angesichts der vielen Millionen, die Glücksspiele automatisch und ohne Gefahr in die öffentlichen Kassen spülen.

Internet-Casinos werden geduldet

Nun mag manch einer denken, dass das eh alles egal ist. Schließlich haben wir heute doch das Internet. Da gibt man nur mal bei Google oder einer anderen Suchmaschine Worte wie "Casino", "Gambling", "Poker" oder "Roulette" ein, schon rauschen die Spielmöglichkeiten herein.

Allerdings ergeben sich da auch gleich einige Fragen: Wie seriös sind derlei Angebote? Wo sind diese Casinos angesiedelt? Wie zahlt man, wie kommt man an Gewinne? Und: Darf man da überhaupt spielen? Nur weil ein Angebot im Internet steht, bedeutet das noch lange nicht, dass es auch erlaubt ist, dieses Angebot anzunehmen.

Die wenigsten wissen, wie dieser Markt tatsächlich geregelt ist. Es ist zum Beispiel bis heute nicht einmal endgültig geklärt, ob Deutsche im Ausland auch nur Lotto spielen dürfen. Streng genommen entzieht man dadurch dem Staat doch irgendwie Geld und wirft es in den Rachen eines anderen. Bürgern der ach so liberalen Schweiz etwa ist es explizit untersagt, im Ausland Lotto zu spielen.

In der täglichen Praxis wird die Sache meistens so gehandhabt, dass man einfach kein Wort darüber verliert. Eine riesige Grauzone, die besser nicht angetastet wird. Irgendwo - so denkt man an offizieller Stelle wohl - gleicht sich das alles wieder aus.

Die Welthandelsorganisation stellte 2003 klar, dass es gegen geltendes Recht verstoße, wenn man den Bürgern verbiete, auf ausländischen Servern zu spielen. Endgültig geklärt ist die Sache noch nicht. Ob es tatsächlich jemals eine übergreifende Gesetzgebung geben wird, die jedem zu jeder Zeit und an jedem beliebigen Ort die Teilnahme am Online-Glücksspiel erlaubt und auch Zahlungen ohne Beanstandung zulässt, ist nicht sicher. Wahrscheinlich ist immerhin, dass der gesamte Bereich einige kleine Lockerungen erfahren wird, im großen und ganzen aber in der Grauzone der Sittenwidrigkeit bleibt. Das heißt, dass sich niemand damit befasst, solange sich keine bemerkenswerten Auffälligkeiten wie massenhafte Spielerpleiten oder Abzocke im großen Stil ergeben.

Sittenwidrig bedeutet, dass etwas zwar nicht ausdrücklich verboten ist, dass sämtliche Modalitäten aber auch nicht einklagbar sind: Wer im Online-Glücksspiel verliert oder über den Tisch gezogen wird, ist demnach selber schuld. Schadenersatz ist nicht einklagbar. Wobei das natürlich nur die Staaten betrifft, in denen sich die Spieler befinden. Dort, wo die Anbieter sitzen, sieht es anders aus. Antigua in der Karibik etwa hat kein Interesse daran, dass es als Serverstandort in Verruf gerät. Casino-Betrug und ähnliches wird nicht toleriert und man achtet peinlich darauf, dass Beschwerden nachgegangen wird.

Das bezieht sich allerdings nur auf offenkundige Betrügereien. Wenn ein Online-Casino pleite geht und Spieler nicht ausbezahlen kann, hält sich Antigua normalerweise ganz raus. In solchen Fällen läuft alles ab, wie man es von Offshore-Firmen gewohnt ist. Keine Haftung, keine Ansprüche, keine Rechtsmittel, keine Konsequenzen - und folglich auch keine Entschädigungen. Fest steht, dass Online-Glücksspiele weiterhin zu den boomenden Wirtschaftszweigen gehören. Ob Deutschland jemals auf diesen längst fahrenden Zug aufspringen kann, steht noch in den Sternen.

Das eigene Online-Casino - die Lizenz macht es

Ein Casino ist ein Unternehmen wie jedes andere auch. Der einzige Unterschied zu sonstigen Firmen ist, dass man für den Betrieb eines Casinos zusätzlich eine spezielle Lizenz, also gewissermaßen eine Extra-Erlaubnis, benötigt. Damit steht und fällt alles. Es wäre also gar kein Problem, zum Beispiel in Deutschland ein eigenes Casino zu betreiben. Etwa in Form einer GmbH oder sogar einer GbR.

Nur leider wird die dafür benötigte Erlaubnis kaum ausgestellt werden. In Deutschland ist die Lizenzierung Ländersache, und die Bundesländer beschränken sich bei der Vergabe regelmäßig auf Betriebe, die sich im Eigentum des Bundeslandes befinden. Selten wird die Lizenz an spezialisierte Betreibergesellschaften vergeben, etwa die österreichische Casino Austria International Holding (CAI), die weltweit nahezu 70 Spielbanken betreibt. Die Spielbanken des Landes Niedersachsens etwa befinden sich in der Hand von CAI, die von den erwirtschafteten Gewinnen dann einen vorher festgesetzten Anteil an den Landeshaushalt überweisen. Nicht ganz ohne Ironie ist der Umstand, dass die katholische Kirche über 5 Prozent der Aktien von CAI hält.

Aber wie gesagt, es ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit, in Deutschland eine Lizenz für ein privates Casino zu erhalten. Infolgedessen muss man sich nach einem Land umsehen, das Casino-Lizenzen freizügiger handhabt. Davon gibt es eine ganze Reihe. Am bekanntesten ist hier sicherlich der Karibikzwergstaat Antigua, der in Sachen Online-Casino mittlerweile schon auf eine langjährige Tradition blicken kann. Aber auch Curacao, Belize, Hongkong, Macao bieten sogenannte Gambling-Lizenzen für Unternehmen an.

Wer nicht derart in die Ferne schweifen will, kann auf der britischen Isle of Man oder Gibraltar zulangen oder sogar ein EU-Land wählen: die Insel Malta. Prinzipiell gelten für alle diese Länder ähnliche Voraussetzungen: Wer ins Online-Casino-Geschäft einsteigen möchte, muss bzw. sollte in wesentlichen Teilen Offshore gehen.

Hier hat sich verstaatlichtes Denken teilweise breit gemacht. Dass es auch in Deutschland Unternehmen gibt, die über Lizenzvergaben geregelt sind, wissen die wenigstens. Banken oder Versicherungen etwa gehören in diesen Bereich. Theoretisch kann jeder in Deutschland eine Bank oder Versicherung aufmachen - sofern man mit der nötigen Lizenz ausgestattet ist. Das ist der einzige Unterschied zu den Millionen sonstigen Firmen.

Für den Bereich des Online-Glückspiels gilt, dass manche Staaten solche Lizenzen anstandslos vergeben, andere unter Vorbedingungen und wieder andere prinzipiell nicht. An dieser Stelle interessieren natürlich nur die Länder, in denen Lizenzen problemlos zu erhalten sind.

Glücklicherweise für Casino-Gründer ist es so, dass die überwiegende Zahl von Ländern, in denen Lizenzen problemlos erhältlich sind, auch zu jenen zählen, wo Firmengründungen allgemein leicht und günstig von der Hand gehen. Denn vor der Lizenzerteilung kommt die Firmengründung. Es kommt zwar sehr selten vor, dass eine Lizenz verweigert wird (meist ohne jeden Kommentar), aber heutzutage werden Casino-Betreiber doch genauer unter die Lupe genommen als noch vor einigen Jahren.

Wer etwa bekanntermaßen mit Straftaten belastet ist, hat wenig Chancen. Bekannte Online-Betrüger bekommen nur schwer eine Lizenz. Wer schon mehrere Offshore- Firmen im jeweiligen Land - verschuldet oder unverschuldet - in den Sand gesetzt hat, muss sich gehörig strecken und kann froh sein, dass die vorangegangen Firmengründungen wenigstens schnell und billig vollzogen werden konnten. So halten sich Kosten und Aufwand in Grenzen.

Am einfachsten kommt man an Firma und Lizenz, indem man sich eines Helfers (Adressen am Ende des Artikels) bedient, der sämtliche Formalitäten erledigt, also zuerst eine Firmengründung durchführt und anschließend für die Erteilung einer Lizenz sorgt. Dabei wird man schnell feststellen, dass eine Firmengründung noch einigermaßen kostengünstig ist, wogegen die Lizenzen richtig ins Geld gehen. Was viele anfangs nicht recht mitbekommen, ist, dass dieses Lizenzen oftmals nur einige Jahre gelten und jedes Jahr weitere Gebühren fällig werden.

Zwar heißt es allgemein, dass ein Online-Casino gleichsam selbst eine Erlaubnis zum Gelddrucken sei, aber dennoch muss erst mal etwas hineingesteckt werden. Und das nicht nur für die Lizenz, sondern auch für den fortlaufenden Betrieb.

Für eine Antigua-Lizenz beispielsweise muss man immerhin zirka 75.000 US-Dollar pro Jahr hinblättern. Das ist nicht gerade ein Pappenstiel. Andererseits wirft ein halbwegs funktionierendes Online-Casino ein zigfaches davon wieder ab. Der neue Antigua-Konkurrent Curacao verlangt mit zirka 5.000 US-Dollar pro Monat schon deutlich weniger. Das Praktische an diesen Lösungen ist, dass mit der Bezahlung dieser Lizenzgebühren nahezu sämtliche Kosten abgedeckt sind und kaum Bürokratie oder Verwaltungsaufwand anfällt.

Als Vergleich kann dazu das EU-Land Malta oder die im Atlantik vor England liegende Nicht-EU-Insel Isle of Man herhalten. Die Preisangaben stammen von professionellen Helfern, sind also inklusive Vermittlung und Abwicklung von Firmengründung und Lizenzerwerb. Wer vor Ort selber gründet, kann dementsprechend günstiger zum Zug kommen.

Malta

Die Glückspiel- Lizenz wird von der Lotteries and Gaming Authority (Internet: www.lga.org.mt) ausgestellt. Die Lizenz gilt vorerst für 5 Jahre. Folgende Unterlagen müssen vorgelegt werden: Businessplan inklusive einem Dreijahres-Finanzplan, Lebenslauf und Kopie vom Pass aller Direktoren, Bankreferenz, Kopie von eventuell bereits vorhandenen Lizenzen, komplett ausgefüllten Anträge.

Zuerst erfolgt dann die Gründung einer International Trading Company in Malta. Dann die Beauftragung eines Service Providers für die Einrichtung der Server und des Internet-Services (die Server müssen in Malta gehostet sein). Vorlage und Prüfung aller angebotenen Spiele mit entsprechenden Regeln sowie dazugehöriger Software. Protokollierung und Beschreibung der Software und Spiele.

Die Dauer zwischen Beantragung und Genehmigung beträgt zwischen 4 und 8 Wochen. Es gibt 4 Lizenz-Typen, wobei auch mehrere beantragt werden können: Klasse 1: Altbekannte Online-Spiele wie Roulette, Bingo, Lotterien, Klasse 2: Online-Spiele und Wetten, Klasse 3: Spiele und Wetten als Service auf Provisionsbasis inklusive festgelegter Wettquoten und Spieleinsätze (Poker-Räume, Portale und Affiliates und P2P, peer to peer), Klasse 4: I - Gaming Plattformen.

Gebühren:

Die jährliche Lizenzgebühr pro Klasse beträgt zirka 7.200 Euro. Klasse 4-Betreiber zahlen die ersten 6 Monate keine Gebühr, danach für 6 Monate 2.400 Euro, anschließend pro laufendem Monat 4.800 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Firmengründung, die etwa mit einmalig 7.000 Euro zu Buche schlägt plus diverse laufende Gebühren für Direktoren und Bankkonten.

Üblicherweise bieten Helfer diverse Serviceleistungen an, über deren Sinnhaftigkeit durchaus diskutiert werden kann. Wer sich eingehender mit der Sache beschäftigt, wird schon bald feststellen, dass viele dieser Leistungen entweder selbst erledigt werden können oder sogar überflüssig sind. Generell darf man davon ausgehen, dass Helfer unter 10.000 Euro keinen Finger rühren. Je nach Aufwand laufen die Helfergebühren bis etwa 35.000 Euro auf.

Isle of Man

Eine Firmengründung nebst Erwerb einer Glückspiel-Lizenz auf der britischen Isle of Man gestaltet sich ungleich unkomplizierter. Die ganzen Spiel-Klassifizierungen entfallen und vieles wird einfach per Pauschale abgewickelt. Auch hält sich der Verwaltungsaufwand vergleichsweise in Maßen, da etwa die Vorlage eines Businessplans und ähnliches entfallen.

Auch auf Isle of Man muss zuerst eine Firma gegründet werden. Die Gründung umfasst (inklusive Gebühren für das erste Geschäftsjahr): Gründung, Registereintrag, Apostille, Treuhänder- Komplett-Service, Direktor, Treuhänder, Pauschalsteuer, Gebühren, Filling Fee, Bankkonto.

Die Gesamtkosten hierfür belaufen sich auf zirka 10.500 Euro. Die Jahresgebühren ab dem zweiten Geschäftsjahr belaufen sich auf zirka 3.600 Euro. Anschließend wird ein Zulassungsverfahren auf Lizenzerteilung durchgeführt, wobei für die Lizenz-Beschaffung zirka 19.000 Britische Pfund berechnet werden. Die laufenden Gebühren für die Verwaltung, den Fortbestand der Lizenz und die Erfüllung gesetzlicher Auflagen liegt bei 39.000 Britischen Pfund im ersten Jahr, ab dem zweiten Jahr bei 36.000 Britische Pfund.

Alles in allem unterscheiden sich die Unkosten kaum. Zwar scheinen die europäischen Lizenzen etwas preiswerter, vor allem jene von Malta, doch steht außer Frage, dass die behördlichen Auflagen gerade hier die schärfsten sind. Herrscht in Antigua oder Curaco ein gewisses Laissez-faire (sofern alle Gebühren pünktlich gezahlt werden), so muss man in den europäischen Ländern auch immer mit europäischen Maßstäben leben. Die paar Euro weniger werden unter Umständen schnell von der großen Verwaltung und umfassenden Buchführungspflicht sowie Steuernachteilen aufgefressen.

Schneller Überblick

Schon anhand einiger Beispiele wird deutlich, dass die örtlichen Gegebenheiten bei Online-Casino-Gründungen doch erheblich variieren können. Meistens liegt dies an den rechtlichen Grundlagen hinsichtlich der Lizenzvergaben. Um hier immer auf dem neuesten Stand zu sein, aber auch um einen relativ guten Überblick zu gewinnen, empfiehlt sich ein regelmäßiger Blick auf die Seiten eines Internet-Anbieters (www.gamblinglicenses.com), der sich eigens mit Online-Gambling beschäftigt und ständig die aktuelle Rechtsprechung parat hält.

Casino gründen ist nicht schwer, Geld verdienen aber sehr

Tatsächlich ist es nicht weiter schwer, ein Offshore-Online-Casino ins Leben zu rufen - das notwendige Kleingeld vorausgesetzt. Noch weniger kompliziert gestaltet sich die Gründung einer Offshore- Firma. Den Beweis liefern die Aberhunderte bereits existierenden Internet-Casinos, von denen viele richtig dick im Geschäft sind. Die einschlägigen Offshore- Destinationen gieren danach, neue Firmen ins Land zu holen. Entsprechend leicht wird einem alles gemacht.

Zudem kann man sich eines Helfers bedienen, der sämtliche Arbeit übernimmt. Indes ist zu bezweifeln, ob das wirklich die beste Lösung ist. Ein Online-Casino ist nicht mit einer simplen Briefkastenfirma zu verwechseln. Bei einem Casino wird vergleichsweise viel Geld investiert - und am Ende soll wieder viel Geld herausspringen. Eine solche Sache auf die leichte Schulter zu nehmen, verbietet sich daher eigentlich von selbst. Nicht dass die Helfer ihren Job schlecht erledigen würden, aber es wird eben doch häufig nach Schema F gehandelt.

Das ist nicht grundsätzlich falsch, aber eben auch nicht maßgeschneidert. Und gerade im doch eher sensiblen Bereich des Online-Glücksspiels sollte man sich eine Lösung basteln, die am Ende rundweg zufriedenstellend ist und nicht nur im Großen und Ganzen funktioniert.

Wer auch nur kurze Zeit im Online-Glücksspiel tätig ist, wird schnell merken, dass die Gründung der Firma nebst dem Lizenzerwerb reine Formalien sind. Jetzt erst beginnt das eigentliche Geschäft. Hier haben viele falsche Vorstellungen. Wer etwa denkt, es genüge, schnell mal Software auf einen Server aufzuspielen, anschließend die Füße auf den Tisch zu legen und eine dicke Havanna rauchend die ersten Geldzuflüsse abzuwarten, liegt gründlich daneben.

Es gibt kaum einen Bereich, auf den das geflügelte Wort vom Verkaufen ist alles mehr zutrifft als auf das Online-Glücksspiel. Selbst wer die beste Software hat, wer die schnellsten Server aufbieten kann, wird am Ende eingehen, wenn es nicht gelingt, den Kunden diese Leistungen schmackhaft zu machen. Für Marktführer www.PokerStars.de macht Tennislegende Boris Becker Fernsehwerbung.

Die meisten Online-Casino-Betreiber sind heute mehr Marketing-Spezialisten als sonst was. Das Spiel selbst wird automatisch im Hintergrund abgewickelt. Der Eigentümer hat dafür zu sorgen, dass seine Plattform bekannt wird, dass viele darauf spielen, dass sie auch optisch immer auf dem neuesten Stand ist, dass alles korrekt abläuft und dass die Kunden möglichst zufrieden mit dem angebotenen Service (dazu gehören auch Mail-Dienste, Kundenkontakte und Chats) sind. Die Zeiten, in denen Kunden sich alles gefallen ließen und dennoch fleißig weiterspielten, sind längst vorbei. Baut jemand großen Mist, spricht sich das im WWW in Windeseile herum und das Casino kann dicht machen.

Ganz entscheidend ist auch das Bezahlsystem. Auf dessen Funktionstüchtigkeit sollte schon vor Erwerb einer Lizenz ein scharfes Augenmerk gerichtet sein. Was nützt eine hervorragende Internet-Plattform, wenn die meisten Kreditkartenfirmen nicht mit ihr zusammenarbeiten? Wer sich ein Pauschalpaket liefern lässt, läuft Gefahr, mit einem womöglich untauglichen Pauschal-Zahlungssystem ausgestattet zu werden.

Die Software

Ohne Software läuft im Online-Glücksspiel nichts. Wahlweise kann die Sache so gestaltet sein, dass ein Spieler ständig auf seinem Browser im Internet spielt oder eigens dafür ein Programm auf den PC herunterlädt, über das er dann das Casino betritt.

Welchen Weg man auch wählt, niemand kann auf professionelle Software verzichten. Und so was kostet bekanntermaßen eine Menge Geld. Die derzeit beste und wohl auch bekannteste Software stammt von der Firma Boss Media.

Boss Media zählt zu den weltweit führenden Casino-Software- Firmen und bietet angefangen vom kundengerechten Zuschneiden von Lizenzen über Wartung und Verwaltung bis hin zum integrierten Zahlungssystem so ziemlich alles an, was ein Casino-Betreiber braucht. Daneben gibt es mit Cryptologic Casino und Microgaming Casino zwei weitere renommierte Firmen, die in etwa dieselben Leistungen anbieten.

Zahlungssysteme

Das schönste Online-Casino mit der allerbesten Software taugt immer noch nichts, wenn das Geld der Kunden nicht zum Casino findet. Das gilt auch für die andere Richtung. Kunden wollen an ihre Gewinne. Hier sollte alles möglichst schnell und reibungslos vonstatten gehen. Ein funktionierendes Zahlungssystem ist daher Grundpfeiler eines florierenden Online-Casinos. Prinzipiell gibt es vier Verfahren:

  • Kreditkarte: Das gängigste Zahlverfahren. Visa und Mastercard haben mit Casinos kein Problem, American Express jedoch stellt sich quer. Einzahlungen gehen problemlos vonstatten, Gewinne können auf Kreditkarten aber nicht ausgeschüttet werden. Genereller Nachteil: Hohe Kosten.
  • Überweisung: Kostengünstiges Verfahren, allerdings relativ langsam. Casino-Betreiber favorisieren diese Bezahlart, weil Geld sicher auf dem Konto landet und man die Daten von Bankverbindungen erhält. Häufig werden Konten in mehreren Ländern unterhalten, wodurch den Spielern und den Betreibern die teilweise sehr hohen Kosten für Auslandsüberweisungen erspart bleiben, weil dann alles im Inland abgewickelt werden kann.
  • Scheck: Einzahlungen per Scheck werden immer seltener. Häufig jedoch werden Schecks für Auszahlungen genutzt. Allerdings ist eine lange Verfahrenszeit an der Tagesordnung. Vorsicht bei Schecks in ausländischer Währung. Hier lauert eine Kostenfalle.
  • Lastschrift: Dieses Verfahren ist mittlerweile am weitesten verbreitet, da es halbwegs schnell abläuft und auf sehr einfache Art funktioniert.


Idealerweise bedient man sich nicht eines einzelnen Systems, sondern gleich mehrerer, so dass der Kunde auswählen kann, welches ihm am meisten zupass kommt. Auch muss beachtet werden, dass Zahlungssysteme in unterschiedlichen Ländern auch unterschiedlich verbreitet sind. Wer Kunden speziell auf dem deutschen Markt ansprechen will, sollte Zahlungssysteme wählen, die dort auch bekannt sind. Nur so können eventuell bestehende Hemmschwellen abgebaut werden. Die populärsten Online-Zahlungssysteme sind:

Neteller

Neteller ist für das Online-Spiel in etwa so wichtig wie PayPal für Ebay. Es handelt sich um ein schnelles elektronisches "Portemonnaie" zur Ein-und Auszahlung von Geld. Die Kontoeröffnung geht einfach vor sich. Der Web-Auftritt von Neteller ist bestechend schlicht und daher sehr übersichtlich. Informationen: wvvw.neteller.com

Click2Pay

Click2Pay ist eines jener Zahlungssysteme, das US-Kunden nicht akzeptiert, um erst gar nicht mit den unzeitgemäßen Ansichten der US- Behörden in Konflikt geraten zu können. Ansonsten funktioniert es ähnlich wie Neteller. Das Konto kann via Debit- oder Kreditkarte mit Geld aufgeladen werden. Informationen: www.click2pay.de

Firepay

Hier wird ein Konto mit direktem Kontakt zum Bankkonto eingerichtet, wodurch der Geldtransfer zwischen diesen beiden sehr schnell stattfindet. Man erhält also richtigen Zugang zum Bankkonto. Firepay ist eine der am längsten existierenden Online-Zahlungssysteme überhaupt. Informationen: wwwfirepay.com

Moneybookers

Unterscheidet sich nicht wesentlich von den oben genannten Zahlungssystemen. Allerdings bietet Moneybookers einen guten Zugang nach Osteuropa. Informationen: www.moneybookers.com.

Weitere Systeme: www.paysafecard.de, www.citadelcommerce.com, www.cryptologic.com/ecash, www.webdollar.com.

Das wasserdichte Online-Casino

Es dürfte klar geworden sein, dass Online-Casinos keine Hopplahopp-Angelegenheit mehr sind. Selbst wenn die Gründung mit Lizenzerteilung kein besonders großes Hindernis darstellt. Heute liegt die Schwierigkeit angesichts der inzwischen doch großen Zahl von Online-Casinos eher darin, den Laden richtig zum Laufen zu bringen und auf hohem Niveau zu halten.

Abgesehen davon ist es unerlässlich, für ein Online-Casino eine möglichst wasserdichte Basis zu schaffen. Sogar das sonst in Offshore-Angelegenheiten sehr unerschütterliche Antigua reagiert mit Rücksicht auf Dauer-Komplikationen mit den USA ungnädig, wenn es einer mit den Geschäften nicht ganz so genau nimmt.

Das geht so weit, dass eine echte Betriebsstätte im lizenzgebenden Land verlangt wird. Ein Umstand, dem Offshore-Länder sonst so gut wie gar keine Aufmerksamkeit widmen. Wobei die Betriebsstätte oft nur der Abstellplatz für den Server ist. Indes wird doch meistens eine Art Verwaltungssitz verlangt.Wer also denkt, da schnell mal mehr virtuell als real gründen zu können, um anschließend die Geschäfte nicht weniger virtuell aus dem europäischen Heimatland zu steuern, wird über kurz oder lang Schiffbruch erleiden.

Ferner ist zu beachten, dass Glückspiel an sich nicht unbedenklich ist, und das nicht nur aus steuerlichen Erwägungen. Wer mit Wohnsitz Deutschland Einnahmen aus Offshore-Casinos hat, selbst wenn das steuerlich absolut korrekt läuft, wird es kaum jemals leicht haben. Denn alles spielt sich irgendwie im Dunstkreis der Sittenwidrigkeit ab, somit in einem nicht geregelten Bereich. Man wird immer damit zu kämpfen haben, dass privates Glückspiel in Deutschland nicht zulässig ist.

Als Ausweg greifen hier manche zu verschlungenen Firmenkonstruktionen. Da wird dem Antigua-Casino eine Karibik IBC vorgeschaltet, welche mit einer England Ltd. verbandelt ist. Letztere unterhält dann eine Tochter in Deutschland, die wiederum dafür sorgen soll, dass Geld über viele Ecken doch noch - möglichst unbesteuert - nach Hause wandert. Und das Ganze soll dann auch noch höchst kompliziert verwinkelt sein, damit ja keiner herausfinden kann, dass es sich bei der großen Einnahmequelle im Hintergrund um ein Online-Casino handelt.

Kann funktionieren, muss aber nicht. Auf Nummer Sicher geht hier nur, wer seinem Casino schnellstens ins Ausland nachfolgt und den Wohnsitz in steuermilde Gefilde verlagert. Am besten zieht man dabei nicht in das Land, in dem das Online-Casino sitzt. Auf diese Art entzieht man sich legal der chaotischen und belastenden deutschen Steuergesetzgebung, kann konzentriert ein Online-Casino betreiben und sich ungeschmälert an den Erträgen dieses großartigen Geschäftes erfreuen.

Kontakte, Ansprechpartner, Informationen im Internet: www.maltabusiness.de/gaming.html, www.london-consulting.org/gamb.htm, www.gbgc.com, www.antiguagaming.gov.ag, www.cryptologic.com, www.microgaming.com/germanindex.php, www.gamblinglicenses.com Alle Angaben sind ohne Gewähr. 

Quelle: GoMaPa (www.gomopa.net)

 

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