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Kernenergie - eine nicht zu beherrschende Kraft?

Archivmeldung vom 14.05.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.05.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Kernkraftwerk Brunsbüttel Bild: ExtremNews
Kernkraftwerk Brunsbüttel Bild: ExtremNews

Sollte die Regierung wirklich der vorab bekannt gewordenen Empfehlung der Ethikkommission den Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie bis 2021 folgen, so bleibt immer noch die Frage, ob wir uns wirklich so lange noch die Gefahr eines weiteren Super-Gaus leisten können. Ginge es nach Holger Strohm, der bereits in den 70iger Jahren in seinen Büchern auf die Gefahren der Kernenergie hinwies, lautet die Antwort, Nein. In einem eindrucksvollen Anti-Atom Appell auf dem Bildungskanal "BEWUSST-TV" wies Holger Strohm noch einmal ausführlich auf die Gefahren der Kernenergie hin.

Auch wenn mittlerweile die Medienberichterstattung über das Reaktorunglück von Fukushima deutlich abgenommen hat, so sind seit dieser Katastrophe die Diskussionen und Proteste um die friedliche Nutzung der Kernenergie neu entfacht. Die diesjährigen Ostermärsche hatten einen Zuspruch, wie schon lange nicht mehr und gerade einmal acht Prozent der Bürger halten nach einer aktuellen Umfrage von Lichtblick die Atomkraft für beherrschbar. Handelt es sich dabei, wie die Befürworter der Kernenergie sagen, um Panikmache oder ist diese Technologie wirklich unbeherrschbar, wie die Atomkraftgegner meinen. Wie sicher die Kernkraftwerke in Deutschland sind und ob diese Technologie ethisch vertretbar ist, lässt die deutsche Regierung zur Zeit klären. Neben der Untersuchung der Meiler durch Sachverständige, wurde eine Ethikkommission einberufen, deren erste Ergebnisse in dieser Woche bekannt wurden. Die Empfehlung an die Regierung ist, bis 2021 aus der Kernenergie auszusteigen. Mit Spannung wird jetzt der Bericht der Reaktorsicherheits-Kommission, der am Montag an Bundesumweltminister Röttgen übergeben werden soll, erwartet. Doch schon jetzt kommen deutliche Zweifel daran auf, wie ehrlich es mit dem Ausstieg gemeint ist und wie unabhängig diese "Fachleute" in Ihren Entscheidungen wirklich sind. Außerdem stellt sich auch die Frage, mit welchem Restrisiko wir zum endgültigen Ausstieg leben müssen und wie groß die Gefahr ist, die dann noch immer von den abgeschalteten Kernkraftwerken und dem bis dahin produzierten Abfall ausgeht. Antworten darauf gibt in einem Interview auf dem Bildungskanal "BEWUSST-TV" der Sachverständige Holger Strohm in einer Deutlichkeit, die man so bisher in den großen Medien nicht gehört hat.

Die Redaktion von ExtremNews möchte mit der Veröffentlichung des Video-Interviews keine Angst verbreiten, sondern dazu beitragen, dass sich die Leser durch eine unabhängige und vielfältige Berichterstattung eine eigene Meinung zu dem Thema bilden können. Lassen Sie sich bitte auch nicht davon irritieren, dass Holger Strohm in der Öffentlichkeit gerne als "Verschwörungstheoretiker" dargestellt wird. Ein Mitarbeiter der ExtremNews-Redaktion hat durch seine frühere Tätigkeit in einem deutschen Kernkraftwerk umfangreiche Einblicke in die Sache gehabt und kann aus seinen eigenen Erfahrungen, die im Interview gemachten Aussagen voll und ganz bestätigen.

Interessant ist auch die Tatsache, dass Holger Strohm sich bereits zehn Tage nach der Katastrophe in den Reaktoren von Fukushima an die Medien gewandt hatte, um auf Fehler in der Berichterstattung hinzuweisen, jedoch blieb das Interesse an seinen Fachkenntnissen aus. Nur die linke Zeitung "Die rote Fahne" habe einen Bericht gebracht. In einem Telefonat mit einem Redakteur der ARD, sei ihm schließlich gesagt worden, warum man seine Kommentare ablehnen würde. Er sei mit seinem Wissen zu gefährlich, weil er das aufgebaute Lügengebäude zusammenbrechen lassen könne.

 

Kurzinfo zur Person Holger Strohm:

Holger Strohm hat ca. 40 Bücher geschrieben. War als Sachverständiger in den USA für die ERDA und den Vorsitzenden des Senate Committee on Government Affairs, für UN-Gremien und den Innenausschuss des Deutschen Bundestages tätig. Außerdem war er nach eigenen Angaben durch seinen Kontakt zum damaligen schwedischen Ministerpräsidenten Olof Palme unter anderem an der Entwicklung des skandinavischen Schulsystems beteiligt. Strohm ist Träger der Verdienstmedaille des Bundesverdienstordens und Preisträger der internationalen Umweltschutzmedaille.

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