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Osnabrücker Bischof Bode hält Tebartz-Rückkehr für unwahrscheinlich

Archivmeldung vom 23.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Franz-Peter Tebartz-van Elst (2012)
Franz-Peter Tebartz-van Elst (2012)

Foto: Flickr upload bot
Lizenz: CC-BY-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode glaubt nicht, dass der umstrittene Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst seinen Posten behalten kann. "Eine Rückkehr des Bischofs in das Bistum Limburg und einen dortigen Neuanfang mit Tebartz-van Elst halte ich nach wie vor für sehr schwierig", sagte Bode der "Welt". "Es gibt in Limburg eine grundlegende Vertrauenskrise. Die Situation dort ist verfahren."

Bode begrüßte die Entscheidung des Vatikans, Tebartz-van Elst für eine gewisse Zeit zu beurlauben. "Die Entscheidung des Papstes halte ich für klug. Sie gibt allen Beteiligten nun ausreichend Zeit, in Ruhe die Situation zu prüfen", sagte Bode. "Damit können kommende Entscheidungen besser erwogen werden."

Tebartz-Kritiker: Kirche zieht Narzissten an

Der innerkirchliche Kritiker des Bischofs von Limburg, der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz, hat grundsätzliche Kritik an der Auswahl katholischer Bischöfe geübt. "Wenn solche Leute systematisch gefördert werden, dann ist das System Kirche krank", sagte der Geistliche im Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" mit Blick auf Bischof Tebartz-van Elst, "es zieht Narzissten an".

Als Stadtdekan von Frankfurt am Main ist zu Eltz zuständig für 150.000 Katholiken. "Die Not einer narzisstischen Grundstörung lässt sich traumhaft befriedigen im Bischofsamt", so der 55-Jährige, "es gibt ein identitäres Amtsverständnis, das die Erhabenheit der eigenen Amtsperson ins Irrwitzige steigert." Ein Defizit an normalen menschlichen Beziehungen werde durch ein Übermaß an Autorität kompensiert. "So ist das kolossale Scheitern vorprogrammiert", sagte zu Eltz.

Der Geistliche übte aber auch deutliche Selbstkritik. Als Limburger Domkapitular könne er sich nicht drücken vor der Frage, "wo haben wir Mitschuld? Wo haben wir selber versagt?" Die aktuelle Krise der Kirche sei "vor allem eine Krise der Hierarchie", zu der er selber gehöre. "Unser größter Fehler war, dass wir, wenn der Bischof unseren Rat nicht wollte, ihn gewähren ließen."

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst steht in der Kritik wegen der Baukosten von 31 Millionen Euro für ein geistliches Zentrum sowie wegen eines drohenden Strafbefehls wegen Falschaussage.

Katholische Bistümer wollen mehr Transparenz demonstrieren

Die Generalvikare und Finanzverantwortlichen der katholischen Bistümer in Deutschland haben nach Informationen der Wochenzeitung "Die Zeit" am Mittwoch und Donnerstag vergangener Woche auf einer Sitzung in Würzburg große Einigkeit über mehr Transparenz bei den Kirchenfinanzen festgestellt. Als Konsequenz aus dem Skandal um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst gab es nach Aussagen mehrerer Teilnehmer eine breite Mehrheit dafür, die Finanzen der katholischen Kirche deutlich stärker offen zu legen als bisher.

Mehr Transparenz schließe auch die Vermögenshaushalte ein, über die viele Bistümer bis heute keine Auskunft geben. "Dieses Versteckspiel ist nicht mehr zeitgemäß", sagte ein Teilnehmer der Gespräche in Würzburg der "Zeit". Während der regulären zweitägigen Versammlung des Verwaltungsrates des Verbands der Diözesen Deutschlands (VDD) waren der Finanzskandal um den Bischof von Limburg und die Folgen eines der beherrschenden Themen. Alle Bilanzen, alle Haushalte sollten ans Licht - so sei die Stimmung vieler während der Tagung gewesen, hieß es.

Natürlich gebe es dabei Bistümer, die zurückhaltender seien als andere, insbesondere die reichen Bistümer. Einen für alle 27 Bistümer bindenden Beschluss können nur die Bischöfe selbst fassen. Die Verständigung im Verwaltungsrat des VDD, dem Rechtsträger der Deutschen Bischofskonferenz, ist aber ein maßgebliches Signal.

Papst verordnet Tebartz-van Elst eine Zwangspause

Papst Franziskus hat dem umstrittenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst eine Zwangspause verordnet. Bis zum Abschluss der Überprüfung der Vorwürfe gegen ihn soll der designierte Limburger Generalvikar Wolfgang Rösch die Leitung der Amtsgeschäfte im Bistum übernehmen. Der bisherige Stadtdekan Rösch sollte eigentlich erst am 1. Januar 2014 seine Stelle als Generalvikar antreten.

Der Vatikan teilte mit, Papst Franziskus habe sich umfassend über die Lage in Limburg informieren lassen. In der Diözese sei es zu einer Situation gekommen, in welcher Bischof Tebartz-van Elst "seinen bischöflichen Dienst zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausüben kann". Tebartz-van Elst steht seit Monaten in der Kritik. Dabei geht es unter anderem um die Baukosten für seinen Bischofssitz sowie eine angeblich falsch abgegebene eidesstattliche Versicherung.

Zeitung: Vatikan belässt Limburger Bischof im Amt

Der Vatikan belässt den umstrittenen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst offenbar im Amt. Diese Entscheidung wird der Heilige Stuhl nach Informationen der "Bild-Zeitung" am Mittwochmittag bekanntgeben. Demnach soll sich der Bischof in Absprache mit dem Vatikan für zwei oder drei Monate von den Amtsgeschäften in Limburg zurückziehen. der Zwischenzeit soll ein enger Vertrauter Tebartz-van Elsts die Diözese leiten.

Bis zum Abschluss der Überprüfung der Vorwürfe gegen ihn soll der designierte Limburger Generalvikar Wolfgang Rösch die Leitung der Amtsgeschäfte im Bistum übernehmen. Der bisherige Stadtdekan Rösch sollte eigentlich erst am 1. Januar 2014 seine Stelle als Generalvikar antreten. Der Vatikan teilte mit, Papst Franziskus habe sich umfassend über die Lage in Limburg informieren lassen. In der Diözese sei es zu einer Situation gekommen, in welcher Bischof Tebartz-van Elst "seinen bischöflichen Dienst zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausüben kann". Tebartz-van Elst steht seit Monaten in der Kritik. Dabei geht es unter anderem um die Baukosten für seinen Bischofssitz sowie eine angeblich falsch abgegebene eidesstattliche Versicherung.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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