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Rettungsmann berichtet: Immer mehr Jugendliche töten sich selbst

Archivmeldung vom 15.05.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.05.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Selbstmord / Suizid (Symbolbild)
Selbstmord / Suizid (Symbolbild)

Bild: Martin Quast / pixelio.de

Eine 28-jährige Schwangere rast mit 120 km/h gegen einen Baum. Ein erst 17-Jähriger stürzt sich aus dem Fenster, während seine Mutter noch mit der Notrufzentrale spricht. Mit 21 erhängt sich ein junger Mann. Waren es vor Corona eher ältere Menschen, die aus Verzweiflung die Kraft weiterzuleben nicht mehr aufbringen konnten, sind es jetzt die, die das Leben doch gerade erst vor sich gehabt hätten. Dies berichtet das Magazin "Wochenblick.at" unter Verweis auf Zeugenberichte.

Weiter berichtet das Magazin: "Sie sind die Unsichtbaren, die Ungenannten: die verschwiegenen Opfer einer eiskalten und zynischen Corona-Politik.

Die Stiftung Corona-Ausschuss hatte einen Telefonisten einer Rettungsleitstelle aus der Umgebung von Bremen (Niedersachsen) zu Gast. Die Schilderungen des Rettungsassistenten sind, ohne jede Übertreibung, kaum zu ertragen. Mit verzerrter Stimme berichtet er von den erschütternden, zu Tränen rührenden Erfahrungen, die er im Verlauf der Corona-Krise zu machen gezwungen war. Schon im Zuge des ersten Lockdowns hätten die Fälle von Suizidversuchen, da noch bei eher älteren Menschen, zugenommen. Ab März 2021 seien dann die Fälle von Selbstmordversuchen bei Jüngeren drastisch angestiegen. Als Kollateralschäden werden diese Menschen, die den Freitod dem Leben vorgezogen haben, dann oft bezeichnet – ein hohler Begriff, einzig gefüllt mit purem Zynismus.

Auch sofortige Wiederbelebung konnte Baby nicht retten

Seine schlimmste Erfahrung, so berichtet der Rettungsassistent, war der Suizid einer 28-jährigen werdenden Mutter in der 38. Schwangerschaftswoche durch einen Verkehrsunfall. Die junge Frau wollte in die psychiatrische Notaufnahme, wurde dort aber abgewiesen. Auf dem Weg nach Hause, ca. 1,5 km von der psychiatrischen Klinik entfernt, sei sie gegen einen Baum gefahren. Von der Polizei wisse er, dass die Tachonadel bei 120 km/h stecken geblieben war. Den Grund für die Nichtannahme durch die Klinik kenne er nicht, doch der Einsatz soll die gesamte Mannschaft auch noch in der nächsten Nachtschicht beschäftigt haben. Einer der Ersthelfer habe sich bei ihnen gemeldet, der mit der Situation vor Ort ebenfalls „nicht mehr klargekommen ist“. Er gehörte offenbar zu jenen, die am Unfallort mit der Reanimation begonnen hatten. Die Schwangere wurde dann Richtung Krankenhaus gebracht, in der Hoffnung, zumindest das Baby noch retten zu können. „Die Hoffnung ging leider nicht auf.“

Ein Rettungsassistent berichtet: Der Rettungsassistent berichtet unter anderem von sehr stark steigenden Zahlen von Suiziden im zeitlichen Zusammenhang mit den Lockdowns des vergangenen und diesen Jahres. Nichts für schwache Nerven.  Aber wir müssen der Wahrheit ins Gesicht schauen: Für die Regierung geht es nicht um Gesundheit; es geht nicht darum, im Sinne der Menschen zu entscheiden!

Noch während dem Notruf sprang Sohn in den Tod

Der nächste erschütternde Fall betraf einen 17-Jährigen. Seine Mutter hatte sich über den Notruf gemeldet, den Einsatzort bekanntgegeben und erklärt, dass ihr Sohn Selbstmordgedanken habe. Doch noch während des Anrufs öffnete der Junge das Küchenfenster und sprang „mit dem Kopf voran aus dem Fenster“, schildert der Informant. „Über die Gründe der Suizide kann ich leider nichts sagen“, fährt er fort, „aber so viele junge Leute hatten wir sonst nie… Ich kann mich nicht daran erinnern, dass sich irgendwann in meinen fast 20 Dienstjahren ein Jugendlicher das Leben genommen hat. Jetzt häufen sich diese Fälle“, erzählt er. Selbst ein standhafter Anwalt wie Reiner Fuellmich holt nach diesen Schilderungen tief Luft und schluckt, bevor er das Interview weiterführt. Die Betroffenheit ist ihm ins Gesicht geschrieben.

Das Warum bleibt meist verborgen

An seiner letzten Sonntagsschicht, erinnert sich der Rettungsassistent weiter, war ein junges Mädchen (13) gegen 8:30 auf dem Weg in Richtung Ortsrand, um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Sie „kuckt durchs Objektiv und sieht da was Komisches am Baum hängen.“ Es war der Nachbar. Erst 21 Jahre alt, den „sie natürlich kannte.“ „Wir erfahren leider in der Rettungsleitstelle niemals die Ursache, warum. Wir kriegen auch nichts zu hören, was in den Abschiedsbriefen stand.“

Es war zu viel für ihn

Generell habe der Informant bemerkt, dass nach jeder Verschärfung der Maßnahmen die Zahlen der Selbstmordversuche für ein bis zwei Wochen in die Höhe gingen. Dieser Anstieg „klingt danach dann wieder ab.“ Gesprochen werde unter den Kollegen über solche Fälle kaum, berichtet er weiter. Eine psychologische Betreuung gäbe es aber. Die Zahl der Suizidversuche habe sich mindestens verdoppelt, womöglich verdreifacht oder sogar vervierfacht. Statt Tabletten würden die Suizidalen mittlerweile eher von Brücken springen oder sich vor einen Bus werfen. Die Heftigkeit habe enorm zugenommen und auch die Quote der „erfolgreichen“ Suizidversuche habe sich verändert. Vor Corona war es einer von 10, jetzt sei es genau umgekehrt. Eine statistische Auswertung der Suizide gäbe es nicht – habe es auch vorher nicht gegeben. Mittlerweile habe er sich krank schreiben lassen. Die seelische Last wurde offenbar zu groß.

Quelle: Wochenblick

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