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Von Babys, Bienen und sicheren Schulen: zehn gute Nachrichten für Kinder im Jahr 2023

Archivmeldung vom 30.12.2023

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.12.2023 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
Daumen hoch (Symbolbild)
Daumen hoch (Symbolbild)

Bild: Esther Stosch / pixelio.de

Die vielen Krisen lassen manchmal vergessen, was im vergangenen Jahr für Kinder erreicht wurde. Doch es gibt sie, die guten Nachrichten. Wenn auch oft nur im Kleinen, so machen sie trotzdem Hoffnung auf eine bessere Zukunft für Kinder - weltweit und in einzelnen Ländern.

1. UN erkennen Kinderrecht auf saubere Umwelt an

Kinder haben ein Recht auf eine saubere, gesunde, nachhaltige Umwelt - und Regierungen sind verpflichtet, sie vor den Auswirkungen der Klimakrise bestmöglich zu schützen. Das hat der Kinderrechtsausschuss der Vereinten Nationen im August erstmals offiziell klargestellt. Ein großer Erfolg für Kinderaktivist*innen, von denen einige durch Save the Children und seine Partner unterstützt werden.

2. Clevere Halskette rettet Kinderleben in Kenia

Eine innovative Holzperlenkette zur Diagnose von Lungenentzündungen hat in abgelegenen Gebieten Kenias seit Jahresbeginn rund 200 Kinderleben gerettet. Im Bezirk Turkana haben die Menschen kaum Zugang zu medizinischer Versorgung. Im Rahmen des Projekts "Beads by Breath" von Save the Children zählen Gesundheitshelfer*innen im Rhythmus der Atemzüge erkrankter Kinder die Perlen der Kette ab, um so frühe Warnzeichen für eine Lungenentzündung zu erkennen.

3. Im Sudan finden Kinder ihre Familien wieder

Als Anfang des Jahres die Kämpfe im Sudan ausbrachen, wurden viele Kinder auf der überstürzten Flucht in den Südsudan von ihren Familien getrennt - ein großes Risiko für Kinder in jedem Krieg oder Konflikt. Save the Children hilft bereits seit 2017 im Südsudan bei Familienzusammenführungen und konnte in dieser Zeit 7.000 Kinder wieder mit ihren Eltern, Geschwistern oder anderen Verwandten zusammenbringen.

4. Bienen auf den Salomonen trotzen der Klimakrise

Dank eines neuen Programms von Save the Children und der lokalen Organisation Mai-Ma'asina Green Belt tragen Honigbienen auf den Salomonen dazu bei, Ökosysteme zu schützen. Bäuer*innen - vor allem Frauen und Jugendliche - lernen, ihr Einkommen von der Landwirtschaft und umweltschädlichen Praktiken wie dem Holzeinschlag auf die Produktion von Honig umzustellen. Im Gegenzug bestäuben die Bienen für die Menschen lebenswichtige Mangroven, die Kohlenstoff speichern und als natürliche Puffer gegen Stürme zum Küstenschutz beitragen.

5. Gesetz schützt suizidgefährdete Kinder auf den Philippinen

Nach monatelangen Kampagnen von Save the Children und anderen Organisationen hat der philippinische Senat im September einen Gesetzentwurf zur Verbesserung der psychischen Gesundheitsversorgung von Kindern verabschiedet. Er sieht Investitionen in psychische Gesundheitsdienste in Schulen vor, darunter mehr Personal und landesweite Betreuungszentren. Anfang 2023 hatte Save the Children auf eine schockierend hohe Zahl von Suiziden (404) und Suizidversuchen (2.147) im Schuljahr 2021/2022 hingewiesen.

6. Kaiserschnitte retten 200 Babys in ruandischem Geflüchteten-Camp

Ruanda, Camp für Geflüchtete Mahama II im Osten des Landes: Vor der Eröffnung eines medizinischen Zentrums im April 2023 mussten Frauen bei Komplikationen während der Geburt in eine Klinik im 35 Kilometer entfernten Kirehe gebracht werden. Die Fahrt über unbefestigte Pisten dauerte eineinhalb Stunden. Dank des neuen, von Save the Children betriebenen Zentrums wurden seither täglich bis zu drei Kaiserschnitte durchgeführt - und so mindestens 200 Babys im Camp gesund zur Welt gebracht.

7. Webserie fördert positives Bild von LGBTQI+ in Nepal

In Nepal startete Anfang des Jahres die Webserie "Becoming" - gedreht von und mit Mitgliedern der LGBTQI+-Community und unterstützt von Save the Children und der nepalesischen Blue Diamond Society. "Becoming" thematisiert die einseitige Art und Weise, wie LGBTQI+-Jugendliche in den nepalesischen Mainstream-Medien vorkommen; oft werden sie als Opfer dargestellt. Auf YouTube hat die Serie insgesamt rund 28.700 Menschen erreicht und hoffentlich zum Umdenken angeregt.

8. Fortschritte für Kinder auf der COP28

In einer wegweisenden Entscheidung einigten sich die Staats- und Regierungschefs in Dubai auf einen "Expertendialog" über die Auswirkungen des Klimawandels auf Kinder, der beim Bonner Klimagipfel 2024 stattfinden soll. Zum ersten Mal seit fast 30 Jahren wird damit auf einer UNFCCC-Klimakonferenz ein formeller Raum geschaffen, der allein der Diskussion über die besonderen Gefährdungen und Bedürfnisse von Kindern gewidmet ist.

9. Schutz von Schulen in Burkina Faso

Der Schutz von Schulen vor Angriffen steht nun ganz oben auf der politischen Agenda in Burkina Faso. Die Regierung hat einen Lenkungsausschuss eingerichtet, der die Umsetzung der "Safe Schools Declaration" vorantreiben soll. Bis Juli 2023 musste ein Viertel der Schulen im Land aufgrund von bewaffneten Konflikten schließen; eine Million Kinder wurden ihres Rechts auf Bildung beraubt. Save the Children spielte eine wichtige Rolle bei der Ausschuss-Gründung und ist zuversichtlich, dass Schulen, Lernende und Lehrende bald deutlich besser geschützt werden.

10. Pflegeeltern statt Heim in der Republik Côte d'Ivoire

Die Regierung von Côte d'Ivoire hat ein Dekret zu Pflegefamilien verabschiedet. Kinder, die von ihren Eltern nicht versorgt werden können, dürfen nun in familiären Strukturen betreut werden und müssen nicht zwingend in ein Heim. Für ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen ist das von großer Bedeutung. Vor allem arbeitende Kinder und junge unbegleitete Migranten werden davon profitieren. Save the Children, die Regierung von Côte d'Ivoire und weitere Beteiligte hatten zuvor Initiativen vor Ort erprobt.

Quelle: Save the Children Deutschland e.V. (ots)

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