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Modernisierungsstau im Handwerk - Experte verrät, wie sich mit wenig Personal trotzdem mehr Aufträge schaffen lassen

Archivmeldung vom 24.02.2024

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.02.2024 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
Adrian und Oliver Bauer
Adrian und Oliver Bauer

Bildrechte: ProjektBauer GmbH Fotograf: ProjektBauer GmbH

Die Handwerksbranche sieht sich derzeit mit einem paradoxen Problem konfrontiert: Einerseits steigt die Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Handwerksarbeit im Rahmen des Klimaneutralitätsziels Deutschlands, andererseits mangelt es an Fachkräften, um diese Nachfrage zu decken. Elektriker, Heizungsbauer und andere Handwerker stehen unter enormem Druck, effizienter zu arbeiten und mehr Aufträge zu bewältigen - und das mit immer weniger Personal.

Der Schlüssel zur Bewältigung des Modernisierungsstaus liegt dabei in der Optimierung der internen Prozesse und einer effektiveren Vermarktung - viele Betriebe nehmen das aber immer noch auf die leichte Schulter. Nur wer seine aktuellen Herausforderungen meistert und langfristig denkt, kann auch auf Dauer wettbewerbsfähig bleiben. Wie Handwerksbetriebe mit wenig Personal trotzdem mehr Aufträge schaffen, verrät dieser Beitrag.

Spezialisierung auf ein Fachgebiet

Viele Handwerksbetriebe bieten ein zu breites Leistungsspektrum an Dienstleistungen an. Das ist für den Kunden angenehm, weil er die Fenster, den Badausbau und die Küchenmöbel vom gleichen Schreiner anfertigen lassen kann. Für den Handwerker bedeutet es aber, dass kein Auftrag wie der andere ist. Für jede Aufgabe müssen dann neue Prototypen hergestellt werden, wodurch insgesamt weniger Aufträge möglich sind. Außerdem benötigen solche Betriebe Personal, das über ein sehr breites Fachwissen verfügt. Solche Mitarbeiter sind schwerer zu finden als spezialisierte Fachkräfte. Zusätzlich ist es dem Betrieb kaum möglich, einen Expertenstatus zu erlangen, weil das Angebot dafür zu unspezifisch ist. Eine Spezialisierung bezüglich der Leistungen erleichtert die Mitarbeitersuche, wirkt für Kunden attraktiv und erlaubt zudem die Annahme von mehr Aufträgen.

Optimierung der Vertriebsprozesse

Eine weitere Möglichkeit, um dem Modernisierungsstau zu begegnen, ist die Strukturierung des Vertriebsprozesses. In vielen Betrieben gibt es diesbezüglich keine geplante Vorgehensweise, Kundengespräche finden spontan und ohne Vorbereitung statt. Dadurch gehen Aufträge verloren, weil die fehlende Struktur als mangelndes Interesse ausgelegt wird, oder es werden Aufträge angenommen, die eigentlich gar nicht zu den Leistungen des Betriebs passen.

Ablehnen unpassender Aufträge

Es mag paradox erscheinen, doch auch das Ablehnen von Anfragen kann dazu führen, dass ein Handwerksbetrieb mehr Aufträge abwickelt. Das ist der Fall, wenn bei jeder Anfrage genau geprüft wird, ob diese zum Portfolio, zur Kultur und gewünschten zukünftigen Ausrichtung des Betriebs passt, und auch, ob die preislichen Vorstellungen mit denen des Unternehmens harmonieren. Ist dies nicht der Fall, sollte die Anfrage konsequent abgelehnt werden, um Kapazitäten für einen besser passenden Auftrag zu schaffen. Mit dieser Vorgehensweise gelingt es zudem schneller, eine Art Seriencharakter zu schaffen, der es einfacher macht, Prozesse zu systematisieren und danach zu optimieren.

Strukturierung der Arbeitsprozesse

Routinen schaffen Sicherheit und steigern nachweislich die Effektivität. Deshalb sollten die Arbeitsprozesse im Betrieb zunächst Schritt für Schritt aufgeschlüsselt und in Checklisten integriert werden. Diese können die Mitarbeiter dann nutzen, um ihre Aufgaben schnell und effizient zu erledigen. Ohne diese strukturierte Vorgehensweise müssen die einzelnen Schritte bei jedem Auftrag aufs Neue überlegt werden, was deutlich mehr Kapazitäten kostet. Langfristig lässt sich deshalb mit Checklisten einiges an Zeit sparen.

Digitalisierung des Betriebs

Das Handwerk ist eine traditionelle Branche, die der Digitalisierung häufig immer noch skeptisch gegenübersteht. Dabei gibt es zahlreiche Aufgaben, die digitalisiert oder sogar automatisiert nur einen Bruchteil der analog benötigten Zeit brauchen. Vor allem administrative Aufgaben wie die Stundenerfassung der Mitarbeiter oder die Angebots- und Rechnungserstellung bieten hier enormes Einsparpotenzial. Aber auch der Einsatz von Robotern für Teilschritte im Fertigungsprozess, beispielsweise das Fräsen, ermöglicht es, Abläufe effizienter zu gestalten.

Fokussierung auf Unternehmensziele

Damit die Mitarbeiter motiviert ihren Aufgaben nachgehen, ist es wichtig, dass der Betrieb ein klares Ziel vor Augen hat. Das kann zum Beispiel darin bestehen, konkret festzulegen, wo die Firma in fünf Jahren stehen möchte. Oder aber man formuliert gemeinsam die Vision des Unternehmens für die nächsten zehn Jahre.

Das Ziel sollte allen Angestellten bekannt sein, damit sie wissen, worauf sie eigentlich hinarbeiten. Mehr Kommunikation, die Einbindung in Planungsprozesse und die transparente Darstellung von Zielen sind deshalb wichtige Instrumente, um dem Personal zu vermitteln, ein wichtiger Bestandteil des Unternehmens zu sein.

Quelle: ProjektBauer GmbH (ots)

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