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Leistungsdruck, Stress, Überforderung - Experte verrät 3 Gründe, warum es nur wenige gute Führungskräfte gibt

Archivmeldung vom 12.01.2024

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.01.2024 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Valentin Haas  Bild: Valentin Haas Fotograf: Valentin Haas
Valentin Haas Bild: Valentin Haas Fotograf: Valentin Haas

Die Herausforderungen, denen Führungskräfte täglich begegnen, sind nicht nur komplex, sondern ein wahrer Balanceakt: von der Erwartung, stets Höchstleistungen zu erbringen, bis hin zur effektiven Teamführung, ohne dabei das eigene Wohlbefinden zu vernachlässigen. "Viele Führungskräfte haben jedoch nur sich selbst im Sinn, wenn es um Unternehmensziele geht - das strahlt sich auf die Mitarbeiter aus", weiß Valentin Haas, approbierter psychologischer Psychotherapeut und Business-Coach.

"Ich erlebe immer wieder, dass viele Führungskräfte interne Prozesse und finanzielle Aspekte sehr gut managen, im Umgang mit den eigenen Mitarbeitern aber kaum bis gar keine Kompetenzen beweisen." Damit stellt sich jeder Manager früher oder später selbst ein Bein", so Valentin Haas. Nachfolgend erklärt er drei Punkte, die auf Führungsebene eine Rolle spielen.

1. Vernachlässigung emotionaler Intelligenz

Ein zentraler Aspekt ist die Vernachlässigung emotionaler Intelligenz bei vielen Führungskräften. So konzentrieren sich die meisten zu sehr auf technische oder geschäftliche Abläufe und vernachlässigen dabei die Bedeutung emotionaler Intelligenz. Emotionale Intelligenz beinhaltet, die eigenen und die Gefühle anderer Menschen zu erkennen, zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren. Diese Fähigkeit ist entscheidend für eine effektive Mitarbeiterführung. Denn ohne ausgeprägte emotionale Intelligenz haben Führungskräfte oft Schwierigkeiten, ein positives Arbeitsklima zu schaffen und auf ihre Mitarbeiter einzugehen. Dies kann zu einem schlechten Arbeitsklima führen, die Mitarbeiter werden unzufrieden und das Team arbeitet nicht gut zusammen. Letztendlich kann dies die Gesamteffizienz des Teams erheblich beeinträchtigen.

2. Fehlender Selbstwert und schlechter Umgang mit emotionalem Druck

Viele Führungskräfte stehen unter hohem Druck, Leistungen zu erbringen und Ziele zu erreichen. Doch ohne angemessene Strategien zum Stressmanagement kann dies zu Überforderung und ineffektiver Führung führen. Vergleichbar ist das mit einem Auto ohne Stoßdämpfer - eine kleine Erschütterung kann auch Führungskräfte dann leicht aus der Bahn werfen. Der Mangel an effektiver Stressbewältigung kann Führungskräfte in die Überforderung treiben und ihre Führungseffizienz beeinträchtigen. Interessanterweise spielt hier auch der Selbstwert der Führungskräfte eine entscheidende Rolle. Jene, die ihren Selbstwert hauptsächlich aus beruflichen Erfolgen beziehen und sich kontinuierlich mit anderen messen, können unwissentlich eine Atmosphäre schaffen, die zu ineffektiver Führung führt.

Diese dynamischen Wechselwirkungen zwischen Selbstwert, Stressmanagement und Führungsstil werfen ein neues Licht auf die Komplexität moderner Führungsrollen. Auf neurologischer Ebene können Stresssignale durch "emotionale Ansteckung" auf das Team übertragen werden, was zu gesteigerter Stressanfälligkeit führt. Dies kann die Kommunikation, Klarheit und Entscheidungsfindung beeinträchtigen und die Motivation der Mitarbeiter maßgeblich beeinflussen. Daher ist es entscheidend, dass Führungskräfte Strategien für die mentale Gesundheit und zur Stressbewältigung erlernen, um ihre eigene Leistungsfähigkeit zu steigern und ein gesundes und produktives Arbeitsumfeld für das gesamte Team sicherzustellen.

3. Mangel an Unterstützung für die mentale Gesundheit der Mitarbeiter

In dem heutigen, schnelllebigen Arbeitsumfeld ist die Förderung der mentalen Gesundheit am Arbeitsplatz eine Schlüsselaufgabe, die nicht nur den Mitarbeitern, sondern auch dem gesamten Unternehmen zugute kommt. Laut aktueller Studien sind etwa 50 Prozent der langfristigen krankheitsbedingten Fehlzeiten auf Stress, Depression oder Angstzustände zurückzuführen. Wenn Unternehmen die mentale Gesundheit ihrer Mitarbeiter vernachlässigen, führt das oft zu mehr Krankheitstagen und geringerer Produktivität, was am Ende richtig teuer werden kann.

Eine Förderung der mentalen Gesundheit für Mitarbeiter ist deshalb nicht nur ein Zeichen von Fürsorge und Verständnis, sondern auch ein essenzieller Bestandteil einer modernen und effektiven Führung. Denn die emotionale Gesundheit ist genauso wichtig wie die körperliche Fitness. Sie ist der Schlüssel, um nicht nur körperlich, sondern auch geistig und emotional in Topform zu bleiben. Wenn Führungskräfte und deren Mitarbeiter emotional gesund sind, sind sie besser gerüstet, um die täglichen Herausforderungen im Job mit Gelassenheit und Effektivität zu meistern.

Über Valentin Haas:

Viele Unternehmer, Manager oder Selbständige gelangen in ihrer beruflichen Laufbahn an einen Punkt, an dem plötzlich der Antrieb fehlt. Sie stehen gefühlt vor einem Berg von Aufgaben, der einfach nicht weniger wird und jede Herausforderung wirkt erdrückend. Dabei schleichen sich gerade in solchen Situationen negative Gedanken ein, die in der Folge kaum mehr abzuschalten sind. Versagensängste, das Gefühl, positive Aspekte selbst zu ruinieren und ständige Vergleiche mit anderen Menschen - oft noch durch Social Media angefeuert - rauben dann jegliche Freude am beruflichen und privaten Leben. Doch aufzugeben ist keine Option, denn was sich einschleicht, kann auch wieder aktiv vertrieben werden. Auf diesem Weg unterstützt Valentin Haas seine Klienten. Er ist approbierter psychologischer Psychotherapeut und Business-Coach und hat einen Ansatz entwickelt, der sich auf die mentale Gesundheit von Unternehmern, Managern und Selbständigen spezialisiert. Mehr Informationen unter: www.valentinhaas.de

Quelle: Valentin Haas (ots)

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