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Buntes Treiben am Futterplatz - Wildvögel im Winter richtig füttern

Archivmeldung vom 10.12.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.12.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) (ots)
Bild: Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) (ots)

Fröhliches Gezwitscher und buntes Treiben am Futterhaus: Darüber freuen sich im Winter viele Naturliebhaber. Sie beobachten einheimische Wildvögel gerne bei ihrer Mahlzeit. Doch nicht immer finden die gefiederten Tiere ausreichend Nahrung: Besonders in Großstädten wird der Lebensraum für Grünfinken oder Blaumeisen knapp. Im Winter erschweren außerdem Frost und Schnee die Futtersuche. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) empfiehlt daher, die Vögel im Winter mit regelmäßiger und maßvoller Fütterung zu unterstützen.

"Vogelliebhaber können schon im Herbst Futterstellen im Garten oder auf dem Balkon einrichten", sagt ZZF-Präsident Norbert Holthenrich. Geeignet sind dafür Vogelhäuschen oder Futtersäulen zum Aufhängen. Um die Tiere in den eigenen Garten zu locken, sollte das Gelände möglichst naturnah gestaltet sein - mit einheimischen Bäumen und vielen Sträuchern. Kleine Laub- oder Komposthaufen sind ein idealer Tummelplatz für Insekten, die bei einigen Vogelarten auf dem Speiseplan stehen. Für Höhlenbrüter wie Meisen kann man auch Brutmöglichkeiten in Form von Nistkästen schaffen. Holthenrich rät außerdem, die Nistkästen für die nächste Brutsaison schon im Januar aufzuhängen, damit die Vögel sie rechtzeitig wahrnehmen.

Ein Vogelkörper braucht in der kalten Jahreszeit sehr viel Energie, um seine Temperatur konstant zu halten. Heimische Vögel lassen sich grob in Körner- und Weichfutterfresser unterscheiden. Beide Gruppen fressen energiereiche Kost wie Sonnenblumen- und Erdnusskerne. Zu den Körnerfressern, die mit ihrem kräftigen Schnabel harte Schalen aufbrechen können, gehören Finken und Sperlinge. Weiches und proteinreiches Futter benötigen dagegen die Rotkehlchen, Amseln oder Zaunkönige. Entsprechende Spezialmischungen gibt es im Zoofachhandel. Insbesondere Meisen lieben auch ein Gemisch aus Fett und Samen, beispielsweise Meisenknödel.

Hygiene ist bei der Fütterung unerlässlich: Um Krankheiten vorzubeugen, müssen die Futterstellen täglich gesäubert und Speisereste entfernt werden. Wer Wasser bereitstellt, sollte darauf achten, dass er es regelmäßig austauscht und das Gefäß reinigt. Außerdem sollte auch nach der Frostperiode unbedingt weitergefüttert werden, damit Vogeleltern für ihre Jungen geeignete Nahrung finden. Allerdings ist dann spezielles Ganzjahres- oder sogar Sommerfutter erforderlich. Darin befindet sich ist höhere Menge tierischer Proteine. Ganz wichtig: "Wer Vögel füttern möchte, sollte das täglich und ohne Pause bis zum Ende des Winters tun. Denn die Vögel gewöhnen sich an bestimmte Futterplätze, die deshalb immer befüllt sein sollten", sagt Norbert Holthenrich.

Quelle: Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) (ots)

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