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Dido "Safe Trip Home"

Archivmeldung vom 06.02.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.02.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Oliver Randak
Dido "Safe Trip Home"
Dido "Safe Trip Home"

Ok,Ok....ich bin zugegebenermassen etwas spät dran mit der Rezension, aber "Safe Trip Home" unbesprochen vorbeiziehen zu lassen, hätte ich mir nie verziehen...

Ich hatte irgendwo mal gelesen,dass Dido dem Musikbusiness den Rücken gekehrt hätte. Umso grösser natürlich die Freude, als "Safe Trip Home" in die Regale kam.

Mit dem Produzenten John Brion scheint in der Karriere Dido's eine neue Ära angebrochen zu sein. Erstes Novum: Die sympathishe Engländerin bedient erstmals selbst einige der Instrumente, nämlich Schlagzeug und Piano.

Herausgekommen ist ein Album, das -meiner Meinung nach- Dido Armstrongs Stimme besser als alle bisheringe Produktionen darstellt; genauer gesagt das typisch Fragile, das eben das Besondere, Magische an ihrer Stimme ausmacht.

Die vergleichsweise harten Beats früherer Zeiten sind vollkommen in den Hintergrund getreten, so daß das Schlagzeug häufig eher gestreichelt als geschlagen wird. Obwohl auch hier sehr viel mit Synthesizern gearbeitet wurde, klingt die CD trotz allem erdiger und trotzdem akustischer, was wohl am dosierten Einsatz der Elektronik liegt.

Darüber hinaus wurde wohl nicht mit dem Hauptaugenmerk auf eine Chartplatzierung produziert, was aber nicht heissen soll, daß man es mit sperrigen Kompositionen zu tun hat, es klingt auf seine eigene Art und Weise erwachsener.

Der Sound ist herrlich transparent, was nicht letztlich auf die häufig sehr karge Instrumentierung zurückzuführen ist, was Didos Stimme mehr als entgegenkommt. Überhaupt gehören die Arrangements zu den handwerklichen Highlights von "Safe Trip Home". Oft beginnen die Nummern so minimalistisch, daß sie noch reduzieren zu wollen, bedeuten würde, nur Nullen auf die CD zu schreiben. Dann jedoch bauen sich die Stücke schon fast hinterlistig auf. Hinterlistig deshalb, weil einem beim Zuhören nicht bewusst wird, was da passiert (z.B. "The Day before the Day"& "Let's do the Things we normally do").

Ich will es mir jetzt sparen, jede Nummer chirurgisch zu zerlegen, denn es ist einfach nicht notwendig. Die hervorragenden Stücke sprechen für sich selbst.

Unterm Strich...

Wer noch keine Dido CD besitzt sollte sich JETZT eine zulegen...und zwar genau die hier. Gut...für den möglicherweise anstehenden Hausfasching ist " Safe Trip Home" sicherlich absolut ungeeignet. Eher passt sie zu einer Stunde gepflegter Melancholie bei einem guten Gläschen Roten. Daumen hoch.

 

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